
Der Ende 2023 gegründete Verein „Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef“ (JVGH) ruft gemeinsam mit dem Verein „Gutenberghaus Bad Honnef e.V.“ dazu auf, Erinnerungen, Erzählungen und Dokumente zu jüdischem Leben in Bad Honnef zu teilen. „Wir möchten Erinnerungen bewahren und neben der historischen Forschung auch persönliche Erzählungen und Dokumente sammeln, um das Leben unserer früheren jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sichtbar machen zu können“, so Professor Dr. Cremer, Vorstandsvorsitzender des Vereins, der von Erzählungen über die Freundschaft zu einem jüdischen Mitschüler ebenso wie von Erinnerungen an die Reichspogromnacht in Honnef berichtet.
Gesammelt werden etwa Aufzeichnungen aus Briefen und Tagebüchern, amtliche Dokumente, aber auch Gedächtnisnotizen von Gesprächen mit Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Familienangehörigen und weitergetragene Familienanekdoten. Dies können auch ein paar kurze Zeilen sein. „Uns ist sehr bewusst, dass solche Erinnerungen teils sehr subjektiv sein können und weder von den Menschen, die sie uns zur Verfügung stellen, noch von uns als ehrenamtlichen Vereinsmitgliedern restlos historisch überprüft werden können. Das müssen wir natürlich bei einer eventuellen Verwendung im Rahmen einer zukünftigen Veröffentlichung angemessen berücksichtigen, es soll aber niemanden daran hindern, uns zu kontaktieren“, stellt Isabelle Plate, Mitglied im Vorstand des Vereins, klar. Auch eine Unterstützung bei der Verschriftlichung ist möglich. Die enge Zusammenarbeit mit dem Gutenberghaus Bad Honnef e.V. ermöglicht auch eine Archivierung möglicher Dokumente.
Kontaktaufnahme über
Mail: info@jvgh.de
Post: Jvgh e.V.
c/o Prof. Dr. Rolf D. Cremer
An der Zickelburg 4
53604 Bad Honnef
Telefon: 0170/2296472
Quelle: JVGH (cp)
14.10.2024