Liest man die Pressemitteilungen und Beiträge zur Anpassung der Tarife des Bad Honnefer Freibads, so lässt sich der Eindruck kaum verhindern, die Parteien links der Mitte hätten noch nicht vom Wahlkampfmodus zur Sacharbeit zurückgefunden.
Der Bürgerblock betont, dass die nun mit der Ratsmehrheit von CDU und Bürgerblock beschlossene Tarifanpassung zwar wenig populär, aber sachlich geboten sei. Co-Fraktionsvorsitzender Hans-Heribert Krahe: „Nach Jahren der Preisstabilität haben wir nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund der städtischen Haushaltslage eine wirklich moderate Erhöhung umgesetzt. Auch mit der teuersten Eintrittskarte für Erwachsene bieten wir nun immer noch für lediglich € 5,50 einen ganzen Tag Freizeitvergnügen in einem Bad, dass tolle Lage und geräumiges Ambiente vereint. Alle sozialen Abstufungen bei den Eintrittspreisen bleiben zudem erhalten!“
In der Tat ist die jetzige Entscheidung vor dem Hintergrund der kommunalen Haushaltslage zu sehen. Im Vorgang zu den Haushaltsberatungen im Frühjahr 2025 wurde den Fraktionen die sehr angespannte Haushaltslage der Stadt von Kämmerer Martin Gautsch klar dargestellt. Es war der damalige Bürgermeister Otto Neuhoff, der angesichts der Tatsache, dass das Freizeitbad die Lohnkosten nicht einmal im Ansatz erwirtschafte, vollkommen zu Recht Einnahmeverbesserungen forderte.
„Erinnern wir uns einmal kurz: Es waren die Grünen, die im Verlauf der Haushaltsberatungen mehr Mittel für die Fortschreibung der Planungen zur Sibi-Renovierung beantragen wollten. Mangels verfügbarer Finanzmittel hätte uns dieser Antrag unmittelbar in die Zwangsverwaltung geführt und musste daher zurückgezogen werden“, so Hans-J. Kniebes, der für den Bürgerblock als Sachkundiger Bürger im Betriebsausschuss sitzt. „Jedes Jahr versenken wir einen fast siebenstelligen Betrag in den Fluten der Bäder. Geld, das für andere Projekte in unserer Kommune eben nicht zur Verfügung steht! Politische Verantwortung gebietet uns angesichts leerer Kassen, unpopuläre, aber tragfähige Entscheidungen zutreffen!“
Die Co-Fraktionsvorsitzende Katja Kramer-Dißmann ergänzt: „Bürgerblock – und sicher auch die CDU – haben sich die jetzige Entscheidung alles andere als leicht gemacht, aber die moderate Anpassung schlussendlich als unumgänglich eingestuft! Gleichzeitig haben wir aber auch beschlossen, die Tarifstruktur und die Gesamtsituation des Bäderbetriebs im kommenden Jahr eingehend zu analysieren und zu bewerten, um eine alle Interessen ausgewogen berücksichtigende Lösung zu finden!“
Quelle: Bürgerblock Bad Honnef e.V. (Ck)
6.1.2026
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