Samstag, 10.01.2026, 19:30 Uhr: Iserlohn Kangaroos vs. Dragons Rhöndorf
Rhöndorf tritt am Samstag (10.01., 19:30 Uhr) mit breiter Brust zum Gastspiel in Iserlohn an. Nach zuletzt zwei Siegen wollen die Dragons auch bei den Kangaroos zwei Punkte entführen. Auf dem Papier stehen die Chancen dazu nicht schlecht, allerdings waren die Sauerländer im Hinspiel ein harter Brocken. Erst in der Schlussminute konnte der knappe 87:84-Sieg gesichert werden. Ein Selbstläufer wird die Begegnung also garantiert nicht. Außerdem steht hinter dem Einsatz von Jorge Mejias, der noch immer an einem verletzten Finger laboriert, ein Fragezeichen. Ob der spanische Playmaker wieder ins Geschehen eingreifen kann, entscheidet sich erst kurz vor dem Spieltag.
Am dritten Spieltag der Saison erlebten die Fans im DragonDome eine ganz enge Kiste. Damals war es Kenan Reinhart, der sein Team 16 Sekunden vor dem Ende durch zwei Freiwürfen auf die Siegerstraße brachte. Zuvor forderten die Kangaroos den Dragons mit körperlich starker Präsenz alles ab. Vor allem der Kap Verdische Center Tyson Leitao hatte einen Glanztag erwischt und war mit 27 Punkten sowie sieben Rebounds der überragende Akteur auf dem Feld. An diesem Abend lagen auch Daniel Zacek (13 Pkt.), Sadig Ajagbe (13) und David Pavljak (11) deutlich über ihrem Saisondurchschnitt. Glynn Habbard III blieb mit vier Punkten hingegen unter seinen Möglichkeiten.
Der US-Playmaker ist überhaupt eine Wundertüte, mal macht er 23 Punkte und liefert sieben Assist ab, im nächsten Spiel können es aber auch nur ein Korb und eine Vorlage sein. Abgesehen davon haben sich die Kangaroos inzwischen gezielt verstärkt. Luca Michels wechselte von den RheinStars Köln ins Sauerland. Der Shooting Guard ist ein Werfer, der richtig heiß laufen kann. Gegen Lok Bernau erzielte der 23-Jährige 29 Punkte und klinkte sieben von 15 Dreierversuchen ein. Wenn das besagte Sextett nah am Leistungsoptimum agiert, wird’s für jeden Gegner gefährlich.
Zuletzt ist es den Kangaroos jedoch zu selten gelungen mannschaftlich kompakt aufzutreten. Drei Niederlagen in Folge brachten Iserlohn als Zwölfter dem Tabellenkeller unangenehm nahe. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass zwei Schlappen davon auf das Konto von Bernau gingen, dem aktuellen Tabellenzweiten. Nichtsdestotrotz steht Iserlohn ordentlich unter Druck. Mit einem weiteren Punktverlust könnte man auf einen Abstiegsplatz rutschen.
Rhöndorf wird dagegen den Blick in der Tabelle nach oben richten. Mit einem weiteren Erfolg würde man nicht nur den Playoff-Platz absichern, sondern sich gleichzeitig eine gute Ausgangssituation für die dann anstehenden Begegnungen schaffen. Da warten mit Essen, Schwelm und Herten nämlich große Herausforderungen. Rhöndorfs Entwicklung stimmt für die Rückrunde aber zuversichtlich. Das Team hat sich eingespielt, taktische Konzepte greifen und die Abstimmung einzelner Mannschaftsteile funktioniert immer besser. Vor allem werfen Schwächephasen in Begegnungen die Dragons nicht mehr automatisch aus der Bahn.
Vorab gefragt: Wie geht’s Jorge Mejias, ist der Point Guard am kommenden Samstag wieder einsatzbereit?
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Jorge geht es besser. Er macht schon wieder mehr als letzte Woche, dennoch ist ein Einsatz noch fraglich und wird sich erst Ende der Woche entscheiden.
Iserlohn hat zuletzt drei Spiele verloren, wir dagegen zwei gewonnen. Ein Vorteil für uns oder doch eher gefährlich, was unseren Fokus betrifft?
Iserlohn ist zuhause tendenziell stärker einzuschätzen und sie stehen dazu noch mit dem Rücken zur Wand. Ich halte dieses Spiel für sehr gefährlich und es wird eine große Aufgabe dort zu gewinnen. Wir wollen den Rückenwind der letzten Spiele mitnehmen und glauben an unsere Qualität.
Durch die Niederlagenserie trennt die Gastgeber aktuell nur noch eine Niederlage vom Abstiegsplatz. Macht das die Kangaroos besonders gefährlich?
Der angeschlagene Boxer ist der gefährlichste, so sagt man – und ich denke das trifft auch hier zu. Iserlohn hat genug Erfahrung im Team und Trainerstab um diesen Druck zu handeln. Wir haben allerdings bewiesen, dass wir trotz jungen Alters auch sehr gut mit Druck umgehen können. Wer die Situation dann am Samstag besser löst, wird sich zeigen.
Das Hinspiel konnten wir in der Schlussphase knapp für uns entscheiden. Hat sich Iserlohns Spielweise von damals zu heute verändert?
Mit der Verpflichtung von Luca Michels haben sie an Qualität gewonnen. Er erweitert ihre Optionen in der Offensive.
Beim besagten ersten Aufeinandertreffen lieferte die Center-Achse der Kangaroos fast die Hälfte der Punkte und dominierte den Rebound. Erwartest du wieder einen robusten und starken Auftritt der langen Garde?
In dem Spiel haben wir uns gegen die beiden sehr schwergetan, seitdem ist aber viel passiert und wir sind optimistisch, dass dieses Mal deutlich besser handeln zu können. Abgesehen von den Beiden gilt es Hubbard zu kontrollieren und die Shooter einzuschränken.
Die Dragons haben die große Chance die Siegesserie weiter auszubauen. Trotz gewachsenem Selbstvertrauen, ein Selbstläufer wird’s bestimmt nicht …
Ein Selbstläufer ist kein Spiel in der Liga, das macht es dieses Jahr ja so spannend. Wir bereiten uns wie immer bestmöglich vor und werden am Samstag in Iserlohn alles dafür geben am Ende als Sieger vom Feld zu gehen.
Tip-Off zur Partie gegen Iserlohn ist am kommenden Samstag (10.1.2026)um 19:30 Uhr in der Matthias-Grothe-Halle (Immermannstraße 7, 58636 Iserlohn). Ab 19.15 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.
Quelle: Dragons Rhöndorf (kb)
7.1.26
