Basketball: Wir haben volles Vertrauen in die junge Mannschaft!

Basketball im Korb -Foto:©Thomas Scheben

Samstag, 31.01.2026, 19:00 Uhr: Dragons Rhöndorf vs. EN Baskets Schwelm

Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen Essen und Herten erwarten die Fans am Samstag (31.01., 19:00 Uhr) wieder ein anderes Gesicht ihrer Dragons. Sicher leichter gesagt als getan, denn mit EN Baskets Schwelm tritt der Tabellenvierte am Menzenberg an. Rhöndorf muss sich also gewaltig strecken, um das erhoffte Erfolgserlebnis einzufahren. Was natürlich guttun würde, denn die Verfolger sind den Rheinländern dicht auf den Fersen.

Schwelm scheint das zwischenzeitliche Tief jedenfalls überwunden zu haben. Am vergangenen Wochenende beendete das Team aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem Sieg über Neustadt die schwarze Serie von vier Niederlagen. Ob die Mannschaft von Headcoach Falk Möller damit wieder zurück in der Erfolgsspur ist bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall haben die Baskets ein Duo im Kader, das in der Hinserie bleibenden Eindruck in der Liga hinterlassen hat.

Zunächst wäre da Zyon Patterson zu nennen. Der amerikanische Small Forward hat einen starken Zug zum Korb und gibt seinem Team durchschnittlich 18,8 Punkte pro Spiel, hat in dieser Saison aber auch schon zweimal die 30er-Marke geknackt. Ohne Zweifel einer der herausragenden Importspieler der Liga. Ebenfalls zur Creme im Norden zählt Marius Stoll. Vielleicht ist er sogar derzeit der beste deutsche Point Guard der ProB, der in der abgelaufenen Spielzeit maßgeblich am Aufstieg der Bayer Giants Leverkusen in die ProA beteiligt war. Aktuell liefert der 26-Jährige im Schnitt 7,6 Punkte und 7,4 Assist.

Nur die Kreise der Beiden einzugrenzen reicht allerdings nicht aus, will man eine Chance auf Erfolg haben. Um die Achse herum tummeln sich nämlich ein halbes Dutzend, die in der laufenden Saison schon regelmäßig zehn Punkte oder mehr eingestreut haben. Hier seien stellvertretend der Ex-Drache Marc Klesper, Erik Nyberg oder Jascal Niclas Knörig genannt. Insgesamt darf der Kader der Gäste als durch die Bank stabil bezeichnet werden. Rhöndorfs Defensive ist gut beraten, wenn sie sich auf schnelle und kleine Lineups einstellen. Denn Schwelm ist häufig mit Guard lastigen Rotationen unterwegs.

Die Ausgangssituation für die Dragons hat sich am letzten Spieltag nochmals verschärft. Stahnsdorf und Iserlohn sind Rhöndorf tabellarisch dicht auf den Fersen. Nur noch einen Sieg Vorsprung haben die Badestädter auf die Abstiegszone, allerdings auch nur zwei Punkte Rückstand auf den Playoffrang. Ab jetzt ist also jede Begegnung ein kleines Endspiel für die Dragons. Positiv stimmt, dass Coach Max Becker voraussichtlich seine Bestbesetzung aufs Feld schicken kann.

Max, noch sind die Playoffs für uns nicht vom Tisch. Hat du trotzdem auch mit einem Auge die Abstiegszone im Blick?

Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Wir denken von Spiel zu Spiel. In dieser Liga ist nichts planbar, weswegen Rechenspiele keinen Sinn ergeben. Natürlich sind wir uns der aktuellen Situation bewusst, lassen uns von der Tabelle aber nicht verrückt machen.

Die restlichen Begegnungen sind gezählt. Haben die kommenden Spiele daher den Charakter „kleiner Endspiele“?

Wir haben noch acht Spiele, fünf davon zuhause. Wir haben unser Schicksal komplett in der eigenen Hand. Kleine Endspiele sind es vielleicht schon irgendwie, ja, auch wenn ich in dieser Liga davon ausgehe, dass viele Entscheidungen erst am letzten Spieltag fallen.

Schwelm hat zuletzt gegen Neustadt gewonnen, zuvor aber vier Niederlagen eingefahren. Ungewöhnliche Schwankungen für den aktuellen Tabellenvierten?

Schwelm hatte keine leichte Phase, diesen Durchhänger haben sie jetzt mit dem Sieg gegen Neustadt erstmal beendet. Ihre Qualität ist unbestritten – sie stehen zurecht auf dem vierten Tabellenplatz.

Topscorer des Teams ist der US-Amerikaner Patterson. Um ihn herum können einige zweistellig Punkten. Warum haben wir uns gegen solche Konstellationen zuletzt schwergetan?

Wir haben uns meiner Meinung nach weniger wegen der anderen Teams schwergetan, sondern mehr weil wir zu einfache Fehler gemacht haben, gerade defensiv. Diese müssen und werden wir reduzieren und das wird uns das Leben deutlich einfacher machen.

Wir erspielen uns gute Wurfchancen, nutzen diese aber nicht immer so konsequent wie zu Beginn der Saison. Wie kann man die Quote wieder steigern?

Unsere Offensive startet in der Defensive. Wir brauchen Stopps um in unseren Flow zu kommen und offensiven Rhythmus zu kreieren, mit dem wir dann auch wieder hochprozentiger treffen werden. Wenn wir uns defensiv also steigern, wird die Offensive von ganz alleine folgen.

Die Fans goutieren die kämpferische Einstellung des Teams. In Anbetracht der Tabellensituation kommt allerdings die Frage auf, warum keine Nachverpflichtung für Daniel Mayr getätigt wurde?

Wir haben volles Vertrauen in diese junge Mannschaft und in ihre Qualität. Wir wissen was wir können, müssen es nur schaffen das wieder konstanter auf das Spielfeld zu bringen, gerade defensiv. Das wird uns gelingen und deswegen ist eine Nachverpflichtung nicht notwendig gewesen. Wir haben uns allerdings gegen mögliche Verletzungen abgesichert und vier Spieler aus der zweiten Mannschaft der Baskets hochgemeldet, die im Fall der Fälle bereit sind Lücken zu schließen.

Tip-Off zur Partie gegen Schwelm ist am kommenden Samstag um 19:00 Uhr im DragonDome (Menzenberger Str. 70, Bad Honnef). Ab 18.45 Uhr startet der Livestream zur Partie auf Sporteurope.TV. Ein Liveticker wird über die Homepage der BARMER 2.Basketball Bundesliga angeboten.

 

Quelle: Dragons Rhöndorf (kb)

28.01.2026