Dreimal eine volle Erlöserkirche. Und 1.600 Euro an Spenden für die Ökumenische Hospizbewegung in Bad Honnef. Das ist die Bilanz der drei Weihnachtskonzerte, die der Gospelchor `n Joy der evangelischen Kirche am ersten Adventswochenende veranstaltet hat. Bei ihren Konzerten nehmen die rund 70 Sängerinnen und Sänger keinen Eintritt, bitten aber immer um Spenden für internationale oder auch heimische Hilfsprojekte.

Chorleiter Johannes Weiß, Elke Pelletier, Sonja Schwager, Brigitte Amann und Thomas Salomonsson überreichten den Scheck am Dienstag (20.1.26) an Dr. Sylvia Wesser, Ralf Schilken, Annette Radermacher, Angelika Wilms, Anna-Maria Heuchel-Reinig, Andrea Kronisch, Günter Ebbing und Pfarrerin Britta Beuscher von der Hospizbewegung.
Pfarrerin Britta Beuscher hatte jeweils zum Auftakt der Konzerte auf die Bedeutung einer guten Sterbebegleitung hingewiesen. Es gehe darum, Menschen am Lebensende und ihre Familien nicht allein zu lassen. Auch sollten die Themen Sterben, Tod und Trauer aus der Tabuzone geholt werden. Sich mit Tod und Sterben zu beschäftigen, sei Ausdruck einer positiven Haltung zum Leben, so Beuscher. Es sei eine zentrale Botschaft der Hospizarbeit, dass das Leben auch und gerade im Sterben nicht aufhöre.
Die Ökumenische Hospizbewegung Bad Honnef feiert 2027 ihr 30-jähriges Bestehen; sie wird von evangelischer und katholischer Kirche getragen. Der Verein hat derzeit rund 180 Mitglieder. 55 Ehrenamtliche engagieren sich zusammen mit einem hauptamtlichen Team bei der Begleitung Sterbender und Trauernder. Angeboten werden auch Trauercafés oder Kurse in „Letzter Hilfe“. Vergangenes Jahr gab es rund 50 Sterbebegleitungen.
(ca)
20.01.2026
