Warnstreiks belasten Einzelhandel


Die aktuellen Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen nach Einschätzung des Einzelhandelsverbands Bonn Rhein-Sieg Euskirchen für zusätzliche Belastungen in der Region.

„Die Streiks treffen den Einzelhandel zur Unzeit. Viele Betriebe kämpfen ohnehin mit hoher Kostenbelastung und zurückhaltendem Konsum. Wenn dann noch die Erreichbarkeit der Innenstädte eingeschränkt ist, spüren wir das unmittelbar in den Umsätzen“, sagt Alexander B. Jentsch, Vorsitzender des Einzelhandelsverbands.

Besonders problematisch seien die indirekten Effekte: „Wenn Busse und Bahnen ausfallen oder Abläufe gestört sind, bleiben Kunden weg. Das trifft nicht nur den Handel,
sondern die gesamte Innenstadt.“

Der Verband betont, dass das Streikrecht ein hohes Gut sei. Gleichzeitig müsse jedoch stärker berücksichtigt werden, welche Folgen die Maßnahmen für andere Branchen, aber auch für Arbeitnehmer und Verbraucher hätten. „Der Einzelhandel ist unmittelbar betroffen, ohne Teil der Tarifauseinandersetzung zu sein.“

Jentsch fordert daher mehr Augenmaß bei weiteren Maßnahmen sowie eine stärkere Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Innenstädte: „Gerade in der aktuellen Lage dürfen zusätzliche Belastungen nicht zur weiteren Schwächung der Zentren führen.“

 

Quelle: Einzelhandelsverbands Bonn Rhein-Sieg Euskirchen

19.03.2026