Die GRÜNEN Bad Honnef fordern mehr Aufenthaltsqualität auf dem Platz an der Rommersdorfer Straße/Ecke Bismarckstraße. Damit würde auch ein Konzept umgesetzt, dass der vom Stadtrat gebildete Fachausschuss beschlossen hat und von Anwohnerinnen und Anwohnern gewünscht wurde. Das Grundstück gehört dem Erzbistum Köln, das auf seiner Homepage der „Schöpfungsverantwortung und Nachhaltigkeit“ eine zentrale Stellung einräumt. Der Platz wurde aktuell durchgehend asphaltiert.
Bereits 2021 hatte die Verwaltung einen Plan für die Umgestaltung der Straßen rund um die Gesamtschule St. Josef vorgestellt, der eine breite Unterstützung in der Kommunalpolitik fand. Damit sollte die Sicherheit auf den Schulwegen verbessert, die Attraktivität für den Durchgangsverkehr verringert und die Aufenthaltsqualität erhöht werden.
Die jetzt versiegelte Fläche neben der Sporthalle St. Josef widerspricht dem 2023 beschlossenem Konzept, dass ein großflächiges Pflanzenbeet, Bäume und Bänke vorgesehen hat und dazu beitragen sollte, die Rommersdorfer Straße sicherer und attraktiver zu machen. Die verstärkte Begrünung des Göttchesplatzes wurde noch vor einem Jahr im Kommunalwahlkampf von der Bürgermeisterkandidatin und allen Bürgermeisterkandidaten ausdrücklich gelobt.
Umso unverständlicher ist die jetzt erfolgte Asphaltierung des Platzes. Nach Aussagen aus der Stadtverwaltung scheiterten die Verhandlungen der Verwaltungen mit dem Erzbistum Köln über den Kauf der Fläche und eine Vereinbarung, die eine Umsetzung des Konzepts ermöglicht. Das darf nicht dazu führen, dass der Asphalt auf dem Platz erhalten bleibt und ein beschlossenes, städtebaulich und ökologisch sinnvolles Konzept verhindert wird. Der Platz besitzt großes Potenzial und bietet als entsiegelte Fläche mit Bäumen, Pflanzen und Bänken mehr Schatten und Aufenthaltsqualität. Das wirkt sich positiv auf das Mikroklima aus, was bei zunehmenden Hitzeperioden relevanter wird.
Wir GRÜNE fordern, die Freiflächen so zu gestalten, dass sie Anforderungen der Menschen vor Ort einbeziehen und dem Klimawandel angepasst sind. Dabei setzen wir auf einen konstruktiven Dialog mit dem Erzbistum Köln, um das vorliegende Konzept gemeinsam umzusetzen und den Platz nachhaltig aufzuwerten. Das bisher gezeigte Vorgehen des Erzbistums Köln bei der Versiegelung des Platzes, ist nicht mit der selbstgesetzten Verantwortung für Menschen und Umwelt vereinbar.

Sollte eine einvernehmliche Lösung mit dem Erzbistum nicht zu erreichen sein, erwarten wir, dass die Verwaltung rechtliche Möglichkeiten prüft und nutzt, um das beschlossene, städtebaulich und ökologisch sinnvolle Konzept zu realisieren. Dabei können z.B. die städtische Freiflächensatzung, der § 8 der Landesbauordnung, ein städtebaulicher Vertrages nach § 11 Baugesetzbuch oder ein Gestattungsvertrag zwischen Grundstückseigentümer und Kommune in Betracht kommen.
Für die Fraktion Bündnis 90/Die GRÜNEN, Birte Karst, Jochen Agte und Klaus Wegner
20.05.2026
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