In der vergangenen Woche kamen die WDR-Kinderreporter zu Besuch in das Siebengebirge, um sich über den Wald und die Natur im Siebengebirge zu informieren und mitzuhelfen, diesen zu pflegen und zu erhalten.
Zunächst ging es kurz in die Naturparkausstellung im Forsthaus Lohrberg, um dort an Hand von Bildern die interessante Geschichte über die Rettung des Siebengebirges vor den gierigen Steinbruchbetreibern im 19. Jhdt. kennenzulernen. Den Kindern gefiel besonders gut ein Stich auch dem Jahre 1750 , auf dem die große „Steinbruchrutsche“ am Drachenfels zu sehen ist, und der spaßige Vorschlag kam kurz auf, doch heute ein moderne Rutsche vom Drachenfels hinunter zum Rhein dort anzubringen.

Dann ging es mit dem Förster Jan Wienströer in den Wald. Zunächst wurde in einem Fichtenwald erklärt, warum dieser Wald eher ein dunkler Forst ist, der ausschließlich der Produktion von Holz dient. Der Waldboden dunkel mit Nadelstreu bedeckt ohne Kräuter und Sträucher. Dieser „Wald von gestern“ entspricht aber nicht mehr den heutigen Maßstäben eine naturnahen gestuften Mischwaldes.
Ein solcher Waldbestand wurde dann als nächstes Ziel am Lohrberg aufgesucht. Hier lernten die Kinder die verschiedenen heimischen Laubbaumarten wie Eiche, Buche , Ahorn und Wildkirsche kennen. Der Boden war grün mit Kräutern, Stauden und vielen kleinen Bäumen, der sog. Naturverjüngung. An den alten Bäumen waren Spechthöhlen zu erkennen und an einer abgestorbenen Buche konnte man sehen, wie Insekten und Pilze das sog. Totholz als Lebensraum nutzen. Und der Förster entdeckte dort noch einen größeren Käfer, den sog. Balkenschröter, der die Kinder sehr beeindruckte. „Das ist ein richtiger Urwald!“, so das Fazit eines kleinen Reporters.
Die dritte Station der Reportertour bildete dann eine junge Anpflanzung auf einer Fläche, auf der bis zum Jahr 2020 noch ein dichter Fichtenwald stand. Dieser war durch Borkenkäferbefall in Folge von Trockenjahr und des Klimawandels vollständig vom Borkenkäfer befallen und abgestorben. Nach der Räumung der Fläche, die Fichtenstämme konnten noch an ein Sägewerk verkauft werden, wurden hier neue junge Laubbäume wie Eiche, Kirsche und Hainbuche gepflanzt. Diese jungen Bäume sind aber durch den intensiven Wuchs von Adlerfarn, einem stark wüchsigen Farn, der bis zu 3 m hoch wachen kann, gefährdet. Hier mussten die Kinderreporter selbst Hand anlegen und den Farn, der die jungen Bäume zu überwachsen drohte, nach unten drücken. Eine schwere Arbeit, aber ohne die der junge Wald zu Zukunft nicht wachsen kann.
Nach 2 Stunden zurück am Forsthaus wurde Bilanz gezogen: Die Reportage im und über den Wald war sehr spannend, informativ und hat viel Freude gemacht. Wir haben sehr viel dabei gelernt.
Zur Info: Der Beitrag wird laut Angaben des WDR in der kommenden Woche gesendet und ist dann auch in der WDR-Mediathek eingestellt .
Quelle: VVS Verschönerungsverein Siebengebirge ( stsch)
31.07.2026
