Verabschiedung nach 48 Dienstjahren: Peter Profittlich wechselt in die Ehrenabteilung der Feuerwehr Bad Honnef

Peter Profittlich - 67. Geburtstag - Verabschiedung aus dem aktiven Dienst der Freiwillige Feuerwehr - Foto:© Thomas Scheben

Irgendwann kommt der Moment, an dem man sich aus dem aktiven Ehrenamt zurückzieht. Bei der Freiwilligen Feuerwehr ist dieser Zeitpunkt mit dem Erreichen der Altersgrenze gekommen, die vor einigen Jahren auf 67 Jahre angehoben wurde. Mit dem Wechsel endet zwar der aktive Einsatzdienst, doch der Schritt in die Ehrenabteilung bedeutet keineswegs, zum „Alteisen“ zu gehören. Künftig steht man den Jüngeren mit Erfahrung, Rat und Hinweisen zur Seite. Die offizielle Übergabe in die Ehren- und Unterstützungsabteilung erfolgt Anfang 2027 in der Wehrversammlung.

Die Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef unter Leitung von Frank Brodesser war mit der Führung und zahlreichen Feuerwehrleuten am vergangenem Mittwoch (12.8.26) zusammengekommen, um Peter Profittlich aus dem aktiven Dienst zu verabschieden und ihn gleichzeitig in die Ehrenabteilung aufzunehmen. Bevor der endgültige Abschied vollzogen wurde, ging es noch einmal gemeinsam auf Rundfahrt im Löschfahrzeug durch den nördlichen Stadtteil von Bad Honnef.

In einer kurzen Ansprache dankte Feuerwehrchef Frank Brodesser für 48 Jahre Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef und erinnerte an die Stationen von Profittlichs Werdegang. Anschließend wurde es ernst: Peter Profittlich gab seine Ausrüstung ab – symbolisch durch die Übergabe seines Alarmmelders. Einen Gegenstand durfte er jedoch behalten: seinen Helm. „Das ist nicht meiner, meiner war nie so sauber“, meinte er schmunzelnd. Doch es war tatsächlich sein eigener, den die Rhöndorfer Kameraden zuvor auf Hochglanz gebracht hatten.

Auch Bürgermeister Philipp Herzog war anwesend, dankte für die jahrzehntelange Arbeit und betonte die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für die Stadt. Profittlich bleibt Bad Honnef weiterhin verbunden: Er ist Vorsitzender im Ausschuss für Bevölkerungs- und Feuerschutz und bringt seine Erfahrung dort weiterhin ein.

In einer kurzen Rückschau erzählte er, wie alles vor 48 Jahren begann. Sein erster Einsatz war ein Kaminbrand. „Es musste so schnell gehen, dass ich keine Zeit hatte, mich umzuziehen“, berichtete er. So stand er gemeinsam mit einem weiteren Feuerwehrmann in Arbeitskleidung (er im Blaumann , ich in der Bäckerhose) auf dem Dach und kehrte den brennenden Kamin.

Der 67. Geburtstag war ebenfalls Anlass zum Feiern. Rund 100 Rhöndorfer Freunde und Bekannte trafen sich vor dem bekannten Café, um das Geburtstagskind zu ehren. An Geschenken mangelte es nicht: Geldspenden sollen für einen Schriftzug verwendet werden, der am Feuerwehrhaus der Löschgruppe Rhöndorf angebracht werden soll. Das Gebäude besteht seit zwölf Jahren, doch eine passende Beschriftung fehlt bis heute.

Die Gäste blieben bei gutem Essen und dem einen oder anderen Kaltgetränk bis in den Abend zusammen.

Einige Impressionen ..

(eb-ki)

13.08.2026