Barrierefreiheit für den Bahnhof Rhöndorf jetzt: Senioren-Union Bad Honnef fordert Deutsche Bahn und Landesverkehrsminister Krischer auf, zu ihren Versprechen zu stehen

Symbolbild Bahnhof "Rhöndorf " Foto © Thomas Scheben

Die Mitteilung der Deutschen Bahn, dass ein behindertengerechter Umbau des Bahnhofs von Rhöndorf entgegen aller Versprechen derzeit nicht möglich ist, hat die Bürgerschaft schockiert. Die Senioren-Union fordert Bahn und Verkehrsministerium auf, an dem behindertengerechten Ausbau im Rahmen der Generalsanierung der Rheinstrecke festzuhalten.

„Der Verzicht auf den behindertengerechten Ausbau bedeutet einen Schlag für alle Menschen in Rhöndorf mit eingeschränkter Mobilität“, sagte die Vorsitzende der Senioren-Union Bad Honnef, Susanne Langguth. Davon seien auch ganz viele ältere und alte Menschen betroffen, von den Schülern und Schülerinnen des Berufskollegs in Rhöndorf ganz zu schweigen.  Hinzu komme, dass der Bahnhof an einem idealen Verkehrsknotenpunkt liegt – Stadtbahn, Bus und DB liegen nur wenige Meter auseinander – und daher zunehmend in Anspruch genommen wird.

Die Senioren-Union erinnert daran, dass die Bahn den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs seit vielen Jahren versprochen hatte, die Rhöndorfer jedoch immer wieder hingehalten wurden. Mit der Generalsanierung sollte der langversprochene behindertengerechte Ausbau endlich realisiert werden. Bei seinem Besuch im Dezember 2025 hatte Landesverkehrsminister Krischer dieses Versprechen mit der symbolischen Übergabe eines Schecks für den barrierefreien Ausbau bekräftigt. „Für uns ist die nun verkündete Kehrtwende genau der Stoff aus dem Politik- und Staatsverdrossenheit entstehen.  Auch deshalb wollen wir die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen“, sagte Langguth.

In ihrer Vorstandssitzung entschied die Senioren-Union, sich u.a. an den Vorstand von InfraGo, an den Verkehrsminister NRW und an die Landesbeauftragte NRW für Menschen mit Behinderung mit der Bitte um Unterstützung ihrer Forderung zu wenden. Ausdrücklich dankte Sie den Initiativen von Jonathan Grunwald MdL und Bürgermeister Philipp Herzog, die in die gleiche Richtung weisen.

Bei einem so großen und aufwendigen Projekt wie der Generalsanierung der rechten Rheinstrecke geht die Senioren-Union davon aus, dass die Bahn bis ins Kleinste sorgfältig geplant hat. Es erstaunt deshalb, dass angeblich erst während der Bauphase mit einer tiefergehenden Oberleitungsplanung begonnen wurde, die nun plötzlich zu dem Ergebnis geführt haben soll, dass der barrierefreie Ausbau im festgelegten Zeitraum unmöglich ist.

 

Quelle: Senioren Union (ae)

11.9.2026


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