Preisträger des Konrad-Adenauer-Schülerpreises 2026

Verleihung des Konrad-Adenauer-Schülerpreises 2026 - Foto © Waibel

Die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus hatte 2026 zum 16. Mal den Konrad-Adenauer-Schülerpreis ausgeschrieben. Bewerben konnten sich Schülerinnen und Schüler, die in der Jahrgangsstufe Q1 eines Gymnasiums oder 12 einer Gesamtschule des Rhein-Sieg-Kreises oder in den Städten Bonn, Remagen, Bad Neuenahr-Ahrweiler und Linz ihre Facharbeit über Konrad Adenauer (1876–1967) oder die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Politik, Gesellschaft, Kultur) in der Ära Adenauer (1949–1963) geschrieben haben. Gespendet wurde der Schülerpreis wie in den Vorjahren vom Lions-Club Rhein-Wied. Er soll die Beschäftigung mit Leben und Wirken des ersten Bundeskanzlers anregen und fördern.

Am Dienstag, 22. September von 17.30 Uhr bis ca. 19 Uhr wurden im Adenauerhaus die drei besten eingesandten Arbeiten mit Geldpreisen von 300, 200 und 100 Euro prämiert. Maßgebliche Kriterien der Jury waren gedankliche Durchdringung des Themas, klare Strukturierung der Arbeit, Umfang und Qualität der Recherche, sprachliche Darstellung und formaler Eindruck. Hier die diesjährigen Bestplatzierten:

Den 3. Preis, dotiert mit 100 EUR, erhielt Maja Maria Simons vom Hardtberg-Gymnasium, Bonn (betreuende Lehrerin: Katja Reichartz). Ihre Arbeit trägt den Titel: „Auguste Adenauer: ‚Nur‘ die Frau von Konrad Adenauer?“ In den letzten Jahren rückten in Führungen, Theaterstücken und Romanen immer mehr Adenauers Ehefrauen in den Mittelpunkt. Maja Maria Simons verknüpft in Ihrer Darstellung anschaulich den sozialhistorischen Kontext mit Auguste Adenauers Vita. Dabei arbeitet sie besonders Gussie Adenauers gesellschaftspolitisches Engagement heraus.

Den 2. Preis in Höhe von 200 EUR bekam Adrian Szypryt Abilleira vom Gymnasium Siegburg Alleestraße (betreuende Lehrerin: Frau Trautwein) mit dem Titel: „Konrad Adenauer als Schlüsselfigur der deutsch-israelischen Aussöhnung“. Adrian Szypryt Abilleira stellt in seiner engagierten Arbeit Adenauers Motivation und Position im Rahmen der Wiedergutmachungspolitik verständlich heraus. Er nutzt dazu eine breite Quellen- und Literaturbasis und greift dabei unter anderem auf Archivmaterialien zurück.

Den 1. Preis im Wert von 300 EUR hat schließlich Jan Frederik Martin vom Carl-von-Ossietzky-Gymnasium, Bonn (betreuende Lehrerin: Frau Tanja Otto) verliehen bekommen. Der Titel seiner Arbeit lautet: „Die Entstehung des Grundgesetzes: Konrad Adenauer als Präsident des Parlamentarischen Rates 1948/49 in Bonn – aktiver Gestalter oder Moderator?“. Die Arbeit von Jan Frederik Martin überzeugt durch die klare Fragestellung, die äußerst präzise behandelt wird. Dabei arbeitet Jan Frederik Martin die Ambivalenz der Amtsführung im Sinne gleichzeitiger Moderation und politischer Einflussnahme scharfsinnig heraus. Überzeugend ist ebenso die Auswertung der Literatur sowie die Verarbeitung von Primärquellen aus der Rhöndorfer Ausgabe.

Nach der Begrüßung und Erläuterungen zum Wettbewerb durch die Geschäftsführerin Dr. Sabine Schößler hat Museumspädagogin Claudia Waibel anschließend kurz die Bewertungskriterien und die Arbeiten vorgestellt. Der Vorsitzende des Vorstands der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus, Dr. Stefan Vesper, übergab daraufhin die Preise im Beisein der Familien und betreuenden Lehrerinnen sowie des Lions-Clubs Rhein-Wied, vertreten durch Anne-Dörte Herzog (Präsidentin), Eberhard Mandel (Vorsitzender des Fördervereins) und Hellmuth Buhr (Schatzmeister und Mit-Initiator des Preises). Abschließend haben die Preisträgerinnen und Preisträger kurz Ihre Arbeiten erläutert.

Auch für das kommende Jahr wird im November wieder ein Konrad-Adenauer-Schülerpreis ausgelobt werden.

 

Quelle: Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus  (cw)

23.09.2026