Das Bad Honnefer Aalkönigreich hat einen neuen Regenten: Beim 23. Aalkönigsfest wurde Armin Laschet am Freitagabend (30. Oktober) feierlich zum Aalkönig 2026 gekrönt. Rund 300 Gäste erlebten die Zeremonie im ausverkauften Forum der Erzbischöflichen Sankt-Josef-Gesamtschule. Die Laudatio auf den neuen Regent hielt seine Vorgängerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann.
Mit viel rheinischem Humor blickte die ehemalige Aalkönigin auf ihre eigene Amtszeit zurück und würdigte Laschet als überzeugten Europäer und Politiker, der über Parteigrenzen hinweg den Dialog suche. Besonders hob sie seine offene und humorvolle Art hervor. In einer Zeit, die häufig von zugespitzten Debatten geprägt sei, sei diese Eigenschaft nicht hoch genug einzuschätzen.
Begleitet vom Spielmannszug des TV Eiche zog Armin Laschet zur Krönungszeremonie in den Saal ein. Nach der Verleihung der traditionellen Insignien, bestehend aus Urkunde und Fresskorb, wurde gemeinsam auf die neue Regentschaft von „Armin I.“ angestoßen.
In seiner Antrittsrede spannte der neue Aalkönig den Bogen von Konrad Adenauer und der Bonner Republik über Europa bis hin zur Bedeutung von Ehrenamt und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Besonders das Engagement vor Ort stellte er in den Mittelpunkt. Im Ehrenamt lerne man Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu gestalten. Gerade Projekte, die unmittelbar bei den Menschen ankommen, könnten oftmals mehr bewirken als manche Großvorhaben.
Mit der Wahl von Armin Laschet setzt das Aalkönigkomitee die Tradition fort, Persönlichkeiten auszuzeichnen, die für Dialog, Ausgleich und gesellschaftlichen Zusammenhalt stehen. Bereits bei seiner Nominierung im Frühjahr hatte das Komitee hervorgehoben, dass Laschet für eine politische Kultur des Respekts und des konstruktiven Austauschs stehe.
Neben der feierlichen Krönung stand auch das gesellschaftliche Engagement im Mittelpunkt des Abends. Vorgestellt wurde das Jugendprojekt „Medienkompetenz“, das vom Netzwerk Gewaltfrei betreut wird. Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit Themen wie Künstlicher Intelligenz, Fake News, Datenschutz, Cybermobbing und dem verantwortungsvollen Umgang mit sozialen Medien auseinander. Marie-Agnes Strack-Zimmermann hatte das Projekt während ihrer Amtszeit als Aalkönigin als Schirmherrin begleitet und sich vor Ort mit den Jugendlichen über digitale Herausforderungen im Alltag ausgetauscht.
Emotional wurde es bei der Würdigung der „Stillen Helden“. In einem Filmbeitrag wurden Menschen vorgestellt, die sich seit vielen Jahren für die Idee des Aalkönigreichs engagieren und damit einen wichtigen Beitrag für zahlreiche soziale Projekte leisten. Stellvertretend nahmen Uschi Schrader und Dr. Bleil einen Druck des Künstlers Rein entgegen, der den historischen Aalschokker Aranka zeigt.
Besonderer Dank galt zudem der Familie Ost. Seit vielen Jahren engagiert sie sich mit großem persönlichen Einsatz für das Aalkönigkomitee und den Erhalt der Aranka. Ohne dieses kontinuierliche Engagement wäre die Erfolgsgeschichte des Aalkönigreichs in ihrer heutigen Form kaum denkbar.
Durch den Abend führte erneut souverän Thomas Heyer. Für den musikalischen Rahmen sorgte das Ensemble „De Knippschaff“ mit Bömmel Lückerath und Kafi Biermann. Ernst Nellessen begleitete die Veranstaltung musikalisch und sorgte auch während des Dinners und zum Abschluss des Abends für die passenden Töne.
Auch kulinarisch blieb das Aalkönigsfest fest in der Region verwurzelt. Nach Flying Fingerfood mit Aal-Komponente servierte Landwind Catering als Hauptgang „Surf & Turf“ vom Westerwälder Weiderind mit Riesengarnele. Den süßen Abschluss bildete die Herrentorte von Profittlich aus Rhöndorf. Die begleitenden Weine kamen von der Weinmanufaktur Pieper aus Bad Honnef.
Große Aufmerksamkeit erhielt erneut die traditionelle Tombola mit zahlreichen Preisen und Erlebnissen aus der Region. Zu den Gewinnen gehörten unter anderem Fahrten mit der Drachenfelsbahn, Führungen durch das Konrad-Adenauer-Haus und das Wasserwerk der Bad Honnef AG, ein Kaffee-Erlebnis bei Taza Azul, eine Mitgliedschaft im Chocoladen-Club von Coppeneur sowie VIP-Tickets für „Musik im Pavillon“.
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend im Ausstellungsbereich aus. Dort sorgte Max Scheer unter dem Motto „Auf ein letztes Bier“ für den musikalischen Schlusspunkt.
Hinter dem Aalkönigsfest steht seit seiner Gründung im Jahr 2003 ein ernstes Anliegen. Die Idee entstand einst, um den historischen Aalschokker Aranka vor dem Verfall zu bewahren. Daraus entwickelte sich eine bürgerschaftliche Initiative, die heute zahlreiche soziale Projekte in Bad Honnef und der Region unterstützt.
Seit der Gründung konnten nach Angaben des Aalkönigkomitees mehr als eine Million Euro für Vereine, Einrichtungen und Projekte bereitgestellt werden. Gefördert werden insbesondere Initiativen für Kinder und Jugendliche in den Bereichen Gewaltprävention, Inklusion und Integration.
Mit der Krönung von Armin Laschet beginnt nun das 23. Regentschaftsjahr des Bad Honnefer Aalkönigreichs. Als „Armin I.“ wird er die Idee des Aalkönigs im kommenden Jahr repräsentieren und gemeinsam mit dem Komitee Projekte unterstützen, die gesellschaftliches Engagement und den Zusammenhalt vor Ort stärken.
Hier die Impressionen vom Abend ..
(eb- ki)
31.10.2026

































































































