Verleihung des Konrad-Adenauer-Europapreises 2023 für Facharbeiten in französischer Sprache

Preistrgerinnen des Adenauer Europa Preis 2023 Foto © Thomas Scheben

Bereits zum vierten Mal verlieh die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus 2023 gemeinsam mit dem Institut français Bonn, dem Sprach- und Bildungsbüro für NRW und dem Büro für Hochschulkooperation der französischen Botschaft ihren Konrad-Adenauer-Europapreis für Facharbeiten in französischer Sprache.

Der Preis soll – gerade angesichts vielfältiger Krisen in Europa, verlorenen Vertrauens in die europäischen Institutionen und wachsenden nationalistischen Strömungen – zur Beschäftigung mit Europa und seinen historischen Wurzeln einladen. Auch soll er das Erlernen der französischen Sprache fördern, als zentrale Voraussetzung für den interkulturellen Austausch, für gegenseitiges Verständnis und Miteinander.

Im Beisein ihrer Familien und Lehrerinnen wurden am 25. August 2023 drei Schülerinnen im Adenauerhaus Rhöndorf mit dem Preis geehrt. Überreicht wurden die Urkunden, verbunden mit vom Konrad-Adenauer-Freundeskreis gestifteten Geldpreisen von 250, 150 und 100 Euro, von Konrad Adenauer (Mitglied im Vorstand der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus und Vorstand des Konrad-Adenauer-Freundeskreises), Dr. Stefan Vesper (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus), Dr. Matthieu Osmont (Hochschulattaché der französischen Botschaft und Leiter des Institut français Bonn), Emmanuel Beaufils (Attaché für Sprache und Bildung der französischen Botschaft) sowie Dr. Sabine Schößler (Geschäftsführerin der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus).

Marlena Neukirchen vom Lessing-Gymnasium Köln erhielt den ersten Preis; sie überzeugte die Jury, bestehend aus Dr. Matthieu Osmont, Emmanuel Beaufils und Dr. Sabine Steidle, mit einem Vergleich des Englisch-Lernens zwischen Frankreich und Deutschland. In ihrer Facharbeit stellte sie die Schulsysteme, Unterrichtsmethoden und die unterschiedliche Bedeutung der englischen Sprache in den Nachbarländern gegenüber.

Franziska Voigt vom Norbert-Gymnasium Knechtsteden (Dormagen) gewann den zweiten Preis mit einer Analyse des Films „Frantz“ von François Ozon, in dem es um die von Gewalt und Kriegen geprägte deutsch-französische Geschichte geht und die Frage, wie die „Erbfeindschaft“ überwunden werden konnte.

Der dritte Preis ging an Lena van Ooyen vom Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasium Rheinbach, die in ihrer Facharbeit erörterte, wie Madame de Staël, eine bedeutende europäische Persönlichkeit der napoleonischen Zeit, Deutschland und die Deutschen beschrieb.

Adenauer Europapreis 2023  — v.l. Marlena Neukirchen – Franziska Voigt – Lena van Ooyen —    Foto© Thomas Scheben

Bewerben konnten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 eines Gymnasiums oder Klasse 12 einer Gesamtschule im Bundesland Nordrhein-Westfalen oder im Regierungsbezirk Koblenz in Rheinland-Pfalz. Die Facharbeiten mussten im aktuellen Schuljahr in französischer Sprache verfasst und mit mindestens 10 Punkten bewertet worden sein. Inhaltlich sollten die Arbeiten Bezug nehmen auf das Leben in einem frankophonen Land, die deutsch-französischen Beziehungen oder die europäische Integration in historischer, politischer, wirtschaftlicher oder kultureller Hinsicht. Maßgebliche Kriterien der Jury waren die gedankliche Durchdringung des Themas, eine klare Strukturierung der Arbeit, der Umgang mit Quellen und die Qualität der Recherche sowie Sprache und Form.

Hier einige Impressionen vom Tag ..

 

Quelle: Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (sa-st)

27.08.2023