Auf dem Waldfriedhof in Bad Honnef‑Rhöndorf hat amMontag-Nachmittag (5.1.26) eine feierliche Kranzniederlegung das Jubiläumsjahr zum 150. Geburtstag von Konrad Adenauer eröffnet. Zahlreiche Gäste aus Politik, Gesellschaft und der Bürgerschaft versammelten sich am Grab des ersten Bundeskanzlers, um an dessen politisches Vermächtnis zu erinnern. Musikalisch begleitet wurde die Zeremonie von Mitgliedern des örtlichen Posaunenchors sowie einem Musiker des Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg, deren zurückhaltende Klänge dem Gedenken einen würdevollen Rahmen verliehen. Die Rhöndorfer Schützen begleiteten die Veranstaltung traditionsgemäß.

Rund um die Grabstätte reihten sich 15 Kränze, die bereits im Vorfeld niedergelegt worden waren und die besondere Bedeutung des Gedenktages sichtbar machten. Unter den Anwesenden befanden sich zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus Bundes‑ und Landespolitik. Die Vorsitzende der Konrad‑Adenauer‑Stiftung, Annegret Kramp‑Karrenbauer, nahm ebenso teil wie ihr Vorgänger Norbert Lammert. Auch Jürgen Rüttgers, Norbert Röttgen, Karin Prien und Nathanael Liminski waren vertreten, ebenso MdL Jonathan Grunwald, Landrat Sebastian Schuster und Bad Honnefs Bürgermeister Philipp Herzog. Im Mittelpunkt stand jedoch die Familie Adenauer: Enkel Konrad Paul Adenauer sprach am Grab ein Gebet und richtete persönliche Worte an die Gäste.
Für einen besonders persönlichen Moment sorgte erneut der japanische Adenauer‑Verehrer Yasno Inadome, der seit 44 Jahren einen Strauß weißer Rosen am Grab niederlegt. Er erinnerte daran, dass Adenauer diese Blumen besonders geschätzt habe, und würdigte ihn als herausragende Persönlichkeit der deutschen Geschichte.
Im Anschluss an die Kranzniederlegung fand der traditionelle Jahresauftakt im World Conference Center Bonn statt, nur wenige Schritte entfernt von den historischen Gebäuden des ehemaligen Regierungsviertels. In mehreren Redebeiträgen wurde Adenauers Bedeutung für die junge Bundesrepublik hervorgehoben – von der Westbindung über die europäische Integration bis hin zur Festigung der Sozialen Marktwirtschaft.
Konrad Adenauer, geboren am 5. Januar 1876 in Köln und von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, prägte die politische Entwicklung der Nachkriegszeit nachhaltig. Das Jubiläumsjahr soll mit zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen und Diskussionen dazu einladen, sein Wirken neu zu betrachten und sein politisches Erbe einzuordnen. Der Auftakt in Rhöndorf setzte dafür ein bewusst stilles, aber eindrucksvolles Zeichen.
Weitere Information zum Jubileumsjahr finden sie unter : https://www.150-jahre-adenauer.de/
(eb-ki) Fotos:© Thomas Scheben
6.1.26






























