Erst durch Steven Spielbergs mit sieben Oscars prämierten Film „Schindlers Liste“, der Ende 1993 in den USA und 1994 in Deutschland in die Kinos kam, wurde Oskar Schindler (1908 – 1974) und seine Rettung von um die 1200 jüdischen Menschen weltbekannt. Der Film gehört zu den beeindruckensten filmischen Arbeiten über den Holocaust. In ihrem Vortrag geht Annette Hirzel mit O-Tönen und Bildern den Umständen nach, unter denen Oskar Schindler nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Deutschland (und Israel) lebte und – zum Teil erst posthum – geehrt wurde.
Der Vortrag wird thematisch unterstützt und begleitet mit melancholisch-fröhlichen Klezmerstücken, gespielt von Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige).
Der Vortrag wird thematisch unterstützt und begleitet mit melancholisch-fröhlichen Klezmerstücken, gespielt von Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige).
Oskar Schindler war ein erfolgshungriger, opportunistischer Geschäfts- und Lebemann. Er war Augenzeuge von der saddistischen Brutalität im von den Nazis besetzten Polen geworden. Aufgrund dieser Erfahrung entschied er sich, nicht nur sein Vermögen und seine Beziehungen, sondern auch sein Leben für die Rettung der „Schindlerjuden“, wie sie sich selbst später nannten, einzusetzen. Dabei wurde er
von seiner Frau Emilie unterstützt.
von seiner Frau Emilie unterstützt.
Erst in den 1960er Jahren wurde man auf den seit 1957 in Frankfurt in bescheidenen Verhältnissen lebenden Mann wieder aufmerksam. Auch er selbst trat erst viele Jahre nach Kriegsende öffentlich auf.
Pfarrerin Annette Hirzel unterichtete evangelische Religion am Städtischen Anno-Gymnasium in Siegburg und stand den Schülerinnen und Schüler als Seelsorgerin zur Seite. Annette Hirzel ist auch in der ganzen Region wohlbekannt: in der kommunalpolitischen Arbeit, bei den evangelischen Kolleginnen und Kollegen, die ihren Pfarrdienst an anderen Schulen und Berufskollegs, im Gefängnis, im Krankenhaus oder in der Behindertenarbeit ausüben. Darüber hinaus engagierte sie sich für die Erinnerungsarbeit: Wie kann man heutzutage die Schrecken des Holocausts im Unterricht vermitteln? So ist sie Jahr um Jahr mit Gruppen nach Auschwitz und Buchenwald gefahren, um den Schülerinnen und Schülern die früheren Konzentrationslager als Orte des Schreckens vor Augen zu führen. Sie ist Autorin von Schriften zur jüdischen Geschichte des Rhein-Sieg-Kreises, insbesondere auch zur Geschichte jüdischer Familien.
Oskar Schindler: Langes Schweigen – späte Ehrung
Vortrag von Pfarrerin i. R. Annette Hirzel
begleitet von Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige).
Donnerstag, 26. März 2026, 18;00 Uhr
Kunstraum der Stadt Bad Honnef
Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef
Vortrag von Pfarrerin i. R. Annette Hirzel
begleitet von Eckart Wüster (Klavier) und Reinhold Müller (Geige).
Donnerstag, 26. März 2026, 18;00 Uhr
Kunstraum der Stadt Bad Honnef
Rathausplatz 1, 53604 Bad Honnef
Der Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef lädt zum Vortrag mit musikalischer Begleitung ein.
Quelle: Verein Jüdische Vergangenheit und Gegenwart in Bad Honnef (cp)
18.03.2026
