Armut, Not und Ausgrenzung sind leider immer noch Themen in unserer Gesellschaft – mal mehr, mal weniger sichtbar. Dem möchte die gemeinsame Schulranzenaktion der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden abhelfen, denn als Christen haben wir von Jesus Christus gelernt: Jeder Mensch, groß oder klein, arm oder reich, ist gleich viel wert und wird von ihm geliebt. Jedes Talent ist eine Gabe Gottes und will anerkannt und schon früh gefördert werden.
So starteten wir 2009 die Schulranzenaktion für Kinder, die von ihren Kindertagesstätten für diese Unterstützung ausgewählt werden. In den letzten 16 Jahren wurden jeweils 16 bis 36 Ranzen angefragt, dieses Jahr sind es 21 Ranzen.
Finanziert wird die Aktion von der Honnefer Caritas und der Diakonie der evangelischen Kirchengemeinde Bad Honnef und Siebengebirge. Die Kindergartenkinder konnten sich wie immer ihre Lieblingsranzen selbst aus Prospekten aussuchen, ihre Wünsche wurden ohne persönliche Angaben über die Kitaleitung an Hiltrud Bennemann weitergegeben. Die Ranzen unterscheiden sich natürlich in Farbe und Motiv. Auffällig waren dieses Mal viele dunkle Farben. Fantasievolle Namen weisen auf die Vorlieben von Jungen und Mädchen hin. Da tummeln sich Drachen, Schmetterlinge, Elfen, Weltenretter wie Batman auf den Ranzen aber auch alte Bekannte wie das Einhorn oder Bibi Bloxberg. Letztere auf hellblauem Hintergrund mit Sternen und das Hex Hex darf auch nicht fehlen. Die Motive sind magnetisch angebracht und können bei Motivänderung auch ausgewechselt werden.
Die Ranzen werden von den LeiterInnen der Kitas entgegengenommen. Anwesende Vertreterinnen von der Caritas waren Katharina Beschonner, Petra Quast und Ursula Voll und von den Kirchen die evangelische Pfarrerin Britta Beuscher von der Erlöserkirche und der leitende Pfarrer der pastoralen Einheit Siebengebirge Markus Hoitz.
Auch wenn Retz seit mehreren Jahren nicht mehr existiert hat Walter Löbach die Beschaffung der Ranzen weiter übernommen. Wir bedanken uns bei Walter Löbach sehr herzlich für sein weiteres Engagement, dass auch die Fahrt von Krefeld nach Bad Honnef miteinschließt.
So gerüstet kann am 3. September das Abenteuer des Lernens gut beginnen. Den Ranzen wird immer ein bunt bebilderter Brief beigelegt, der mit „Liebes Schulkind“ beginnt und einiges über das Abenteuer des Lernens erzählt. Britta Beuscher und Markus Hoitz wünschen den Kindern in diesem Brief einen guten Schulstart und viel Freude beim Lernen.
Dieses Jahr war das erste Mal, dass wetterbegingt die Übergabe im geschlossen Raum – im Gemeindezentrum der evangelische Kirche – stattfand.
Quelle: Hiltrud Bennemann, Koordinatorin des Ranzenprojektes
26.3.2026
