Am vergangenen Mittwoch, den 20. Mai 2026 überreichte der Konrad-Adenauer-Freundeskreis, vertreten durch Ulrike Remde, ein Bild von Tom Krey, das den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer zeigt, an die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Im Ausstellungsraum des Adenauerhauses in Bad Honnef-Rhöndorf nahmen die Geschäftsführerin der Stiftung, Dr. Sabine Schößler, und die Archivleiterin der Stiftung, Melanie Eckert, das Kunstwerk entgegen. Der 1955 geborene Künstler Tom Krey war ebenfalls zugegen. Ulrike Remde, die zugleich Kuratoriumsmitglied der Stiftung ist, hat den Ankauf des Gemäldes und die Schenkung an die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus durch den Konrad-Adenauer-Freundeskreis möglich gemacht. Ulrike Remde bekräftigte: „Ich freue mich sehr, dass dieses ansprechende Portrait in die Rhöndorfer Sammlung aufgenommen wird. Besonders berührt mich, dass Tom Krey meinen Urgroßvater nicht nur als Staatsmann zeigt, sondern mit seiner expressiven Malweise zugleich dessen humorvollen und lebendigen Charakter eingefangen hat. Gerade im Jubiläumsjahr ist es schön zu sehen, wie sich ein Künstler zeitgenössisch mit Adenauers Vermächtnis auseinandersetzt.“
„Wir schätzen diesen farbenprächtigen Neuzugang für unsere Sammlung sehr. Diese gelungene Darstellung Adenauers zeigt nicht allein den ersten Bundeskanzler, sie macht auch deutlich, dass die ihm so wichtige Deutsch-Französische Freundschaft und das Engagement für Europa hier in der Region lebendig sind“, betonte auch Sabine Schößler. Das Öl-Gemälde trägt den Titel „Konrad Adenauer – Europa muss geschaffen werden!“. Tom Krey malte 2017, aus Anlass des Jubiläums „50 Jahre Städtefreundschaft Mechernich/Nyons“, fünf große Portraits von wesentlichen Protagonisten wie dem Bürgermeister von Nyons oder der französischen Delegation. Zu dieser Serie zählt auch dieses Porträt Konrad Adenauers. Tom Krey engagiert sich künstlerisch seit Jahren für das europäische Einigungsprojekt. So entstanden Werke wie „Freiheit – Gleichheit – Brüderlichkeit“ oder eben dieses Porträt Konrad Adenauers mit dem Zitat: „Europa muss geschaffen werden!“
Das farbintensive, expressiv-realistische Werk ist vor allem in Blau- und Gelbtönen gehalten und erinnert dabei auch an die Farbgebung der Europaflagge. Es zeigt Adenauer als europäischen Gründervater und Wegbereiter der deutsch-französischen Freundschaft, dem es ein besonderes Anliegen war, eine Brücke zwischen den einst verfeindeten Nachbarländern Deutschland und Frankreich zu bauen. Melanie Eckert erläuterte, dass die Stiftung diesen verbindenden Gedanken gerne aufnimmt: „Das Bild soll auch für Sonderausstellungen anderer Museen ausgeliehen werden können, um ein breites Publikum zu erreichen. Dabei ist es der Stiftung ein wichtiges Anliegen, Adenauer durch den Leihverkehr an andere Institutionen über die lokalen Grenzen hinaus präsent zu halten.“
Tom Krey wurde in Garmisch-Partenkirchen geboren und studierte Malerei. Sein Oeuvre umfasst unter anderem Landschafts- und Portraitmalerei. Er hatte bislang über 140 Einzelausstellungen und war bei zahlreichen internationalen Gruppenschauen vertreten. Krey lebt seit 1993 in Mechernich in der Eifel. Kreys Adenauer-Gemälde ist nicht nur historische Auseinandersetzung, sondern zugleich ein Appell an die Protagonisten der Gegenwart. Tom Krey hob die Aktualität der europäischen Idee hervor: „Konrad Adenauer wusste, dass Europa kein Geschenk der Geschichte ist, sondern ein täglicher Kraftakt des Willens. Mit meinem Porträt möchte ich den Blick schärfen für das Fundament, auf dem wir stehen, und daran erinnern, dass die Schaffung Europas kein abgeschlossener Prozess ist, sondern unsere gemeinsame Verantwortung für die Zukunft bleibt.“
Einige Impresionen ..
Quelle: Stiftung Bundeskanzler Adenauer Haus (sast)
21.5.2026








