Region reagiert auf Brückensperrung – Bund, Stadt und Kreis ziehen an einem Strang

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder -- Foto© BMV Sebastian Woithe

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat am Freitag (05.06.2026) die gesperrte Rheinbrücke der A565 in Bonn besucht und sich vor Ort ein Bild von der Lage gemacht. Das Bundesverkehrsministerium stuft die Situation aufgrund der weitreichenden Auswirkungen für Bonn und die gesamte Region als vordringlich ein.

Schnieder betonte, dass die Sicherheit oberste Priorität habe und die Autobahn GmbH deshalb unverzüglich gehandelt habe. Nun gehe es darum, die Brücke so schnell wie möglich wieder befahrbar zu machen. Sorgen um die Finanzierung müsse man sich nicht machen, erklärte der Minister. Im Brückentitel stünden ausreichend Mittel zur Verfügung, unabhängig davon, welche Maßnahmen notwendig würden. Alle Beschleunigungsmöglichkeiten würden genutzt, um die Einschränkungen für Verkehrsteilnehmer so gering wie möglich zu halten.

Der Geschäftsführer der Autobahn GmbH, Michael Güntner, kündigte an, sämtliche verfügbaren Ressourcen in das Projekt zu investieren. Es gebe derzeit kein Vorhaben mit höherer Priorität. Die Schäden an der Brücke seien größer, als von außen erkennbar, sagte der Technische Geschäftsführer der Autobahn GmbH. In den vergangenen Wochen hätten sich die Schäden so verändert, dass die Vorlandbrücke gesperrt werden musste. Nun müsse geprüft werden, ob das Bauwerk erhalten werden könne oder ob eine vollständige Sperrung notwendig werde. In etwa zwei Wochen erwarte man genauere Erkenntnisse.

Auch Bonns Oberbürgermeister Guido Déus äußerte sich zur aktuellen Lage. Die Stadt arbeite mit Hochdruck daran, die noch nutzbaren Verkehrswege zu ertüchtigen. Entscheidungen der vergangenen Jahre müssten überprüft oder gegebenenfalls rückgängig gemacht werden. Für die Verwaltung gebe es derzeit weder Feiertage noch Wochenenden, da man kontinuierlich an Lösungen arbeite.

Landrat Sebastian Schuster betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit in der Region. Rund eine Million Menschen seien betroffen. Man werde eng kooperieren, um die Situation für Bevölkerung, Wirtschaft und Pendler in der Übergangsphase so erträglich wie möglich zu gestalten.

 

(eb)