Mehr Unterstützung für Gedenkstättenfahrten an Schulen
Neue Landesförderung erleichtert Besuche von Erinnerungsorten und stärkt die Demokratiebildung junger Menschen
Schulen in Nordrhein-Westfalen können künftig deutlich einfacher Fördermittel für Besuche von Gedenkstätten beantragen. Mit einer überarbeiteten Förderrichtlinie erleichtert die Landesregierung die Organisation von Gedenkstättenfahrten und baut die Unterstützung für Schulen weiter aus. Dazu gehören unter anderem ein vollständig digitales Antragsverfahren, vereinfachte Förderbedingungen sowie die Ausweitung der Antragsberechtigung auf Schulträger. Für das Jahr 2026 stellt das Land mehr als zwei Millionen Euro für schulische Gedenkstättenfahrten im In- und Ausland bereit.
Dazu erklärt der Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald:
„Gerade in einer Zeit, in der Antisemitismus, Extremismus und demokratiefeindliche Tendenzen wieder zunehmen, ist eine lebendige Erinnerungskultur wichtiger denn je. Gedenkstätten sind Lernorte für die Zukunft. Wer die Verbrechen des Nationalsozialismus begreift und die Schicksale der Opfer kennenlernt, versteht auch, warum Freiheit, Demokratie und Menschenwürde jeden Tag aufs Neue verteidigt werden müssen. Deshalb begrüße ich es ausdrücklich, dass die Landesregierung den Zugang zu Fördermitteln vereinfacht.“
Mit der Neufassung der Förderrichtlinie werden unter anderem größere Gruppenfahrten erleichtert, digitale Gedenkstättenbesuche berücksichtigt und Anträge schneller bearbeitet. Zudem können Schulen künftig bereits unmittelbar nach Antragstellung mit der Planung und Buchung ihrer Fahrten beginnen. Ergänzend fördert das Land Ausbildungsreisen angehender Lehrkräfte zu NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorten in Nordrhein-Westfalen. Ziel ist es, historische Bildung und Demokratieerziehung nachhaltig an den Schulen zu stärken und jungen Menschen unmittelbare Begegnungen mit der Geschichte zu ermöglichen.
Kulturförderung des Landes geht in neue Runde – Grunwald ruft Einrichtungen im Wahlkreis zur Bewerbung auf
Der CDU-Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald macht Kultureinrichtungen und Kommunen im südlichen Rhein-Sieg-Kreis auf ein aktuelles Förderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen aufmerksam: Mit dem Programm „Publikum.Personal.Programm – Kultur divers und inklusiv“ unterstützt das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Kulturorte dabei, Publikum, Personal und Programm breiter aufzustellen.
In der dritten Förderrunde stellt das Land insgesamt eine Million Euro bereit. Zehn Einrichtungen können über einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren mit jeweils bis zu 100.000 Euro gefördert werden. Bewerben können sich interessierte Kultureinrichtungen und Kommunen sowohl einzeln als auch im Rahmen lokaler oder regionaler Bündnisse. Die Bewerbung erfolgt online; Einsendeschluss ist der 11. September 2026. Der Start der Förderung ist für das Jahr 2027 vorgesehen.
„Kultur bringt Menschen zusammen. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderung ist es wichtig, dass Kulturangebote offen, erreichbar und einladend für möglichst viele Menschen sind. Das Förderprogramm des Landes setzt genau hier an: Es hilft Einrichtungen dabei, innovative Formate anzubieten, neue Publikumskreise anzusprechen sowie Barrieren abzubauen“, erklärt Jonathan Grunwald.
Gefördert werden unter anderem Maßnahmen zur Ansprache neuer Zielgruppen, Fortbildungen, Prozessbegleitung sowie projektbezogene Personalausgaben. Ein Programmbüro begleitet die ausgewählten Einrichtungen während des Förderzeitraums.
„Ich möchte die Kulturorte und Kommunen in meinem Wahlkreis ausdrücklich ermutigen, diese Chance zu prüfen. Wer Kultur vor Ort stärkt, stärkt Begegnung, Zusammenhalt und das gesellschaftliche Miteinander“, so Grunwald weiter.
Weitere Informationen zur Förderung und zur Antragstellung finden Interessierte auf der Website des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
Quelle: Wahlkreisbüro Jonathan Grunwald MdL (LvdB)
2.7.2026
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