Zwei Tage Schützenfest der Sebastianer Schützenbruderschaft Bad Honnef — Tradition, Wettkampf und ein historischer Moment

Schützenfest 2026 der Sebastianer Schützenbruderschaft Bad Honnef -- Foto© Thomas Scheben -

Am vergangenen Wochenende, 1. und 2. August 2026, feierte die Bad Honnefer Sebastianer Schützenbruderschaft von 1325 e.V. ihr traditionelles Schützenfest auf dem Siegfried‑Westhoven‑Schützenplatz in der Schmelztalstraße. Bei hochsommerlichen Temperaturen startete das Fest am Samstag kurz nach 16 Uhr mit dem König‑ und Königinnen­schießen auf dem Kleinkaliberstand.

Mit dem 42. Schuss holte sich Gisela Menzel den Kopf des 2026er Königsvogels. Den linken Flügel sicherte sich Daniel Behr mit dem 83. Schuss, den rechten Flügel Hans‑Walter Drothen mit dem 112. Schuss. Den Schweif errang die amtierende Schützenkönigin Kira Behr mit dem 159. Schuss.

Bevor es um den Rumpf und damit um die Königswürde ging, fragte Präsident Sascha Hüsing die Vereinsmitglieder wie üblich, ob jemand bereit sei, auf die Würde zu schießen. In diesem Jahr stellte sich jedoch niemand zur Verfügung. Damit gibt es 2026 – im 700. Jahr der Vereinsgeschichte – erstmals keinen Schützenkönig oder keine Schützenkönigin bei den Sebastianern in Bad Honnef.

Der Rumpf bleibt hängen .. keiner Schoss auf den Rumpf beim Schützenfest 2026 der Sebastianer Schützenbruderschaft Bad Honnef — Foto© Thomas Scheben —

Ein neuer Würdenträger konnte dennoch gefeiert werden: Mark Eschbach sicherte sich mit einem gezielten Schuss den Titel des Kogelkönigs.

Am frühen Abend folgte das traditionelle Wettkampfschießen für befreundete Vereine und Vereinigungen auf dem Luftgewehrstand. In spannenden Durchgängen setzten sich erneut die Aegidienberger Mountain Shooters durch und holten den Sieg in der Vereinswertung.

Der zweite Festtag stand erneut im Zeichen der Treffsicherheit. Am Nachmittag ging es um die kleinen Vogelziele, die von der Stange geholt werden mussten. Die St. Hubertus Schützenbruderschaft Bad Honnef‑Selhof v. 1925 e.V. zeigte sich besonders zielsicher und benötigte lediglich drei Schuss, um den Gastvogel zu fällen und den Sieg zu erringen.

Die weiteren Platzierungen:
2. Platz – St. Joseph’s Bürgerverein Rheinbreitbach mit sieben Schuss
3. Platz – St. Hubertus Schützen Ober‑ und Niederdollendorf mit acht Schuss
4. Platz – St. Hubertusschützen Aegidienberg mit neun Schuss
5. Platz – Rommerdorf‑Bondorfer Bürgerverein mit zehn Schuss
6. Platz – St. Hubertusschützen Rhöndorf mit elf Schuss
7. Platz – Sankt Hubertus Männerbruderschaft Königswinter mit 35 Schuss

Zum Abschluss erhielt Stefan Wallbröhl eine Auszeichnung, der über den Landessportbund NRW für herausragenden Einsatz im Sportehrenamt geehrt wurde.

Trotz der historischen Zäsur, den hochsommerlichen Temperaturen und den Sommerferien blickt die Bruderschaft auf ein gelungenes Festwochenende zurück. Präsident Sascha Hüsing spricht besonderen Dank an alle ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die Sponsoren sowie die vielen Gäste aus, die den Weg auf den Siegfried‑Westhoven‑Schützenplatz gefunden und gemeinsam mit der Bruderschaft gefeiert haben.

 

(eb-Ki)

03.08.2026