Verleihung des Konrad-Adenauer-Europapreises 2026

Die Preisträgerinnen des Konrad Adenauer Europa Preis 2026 -v.l. - 1. Preis für Edna Constante Muratagic -- 3. Preis Blertina Kryeziu -- 2. Preis Lena Schmidt -- Foto :© Thomas Scheben

Am 3. September 2026 verlieh die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus gemeinsam mit dem Institut français Bonn, dem Sprach- und Bildungsbüro für NRW und dem Büro für Hochschulkooperation der französischen Botschaft den Konrad-Adenauer-Europapreis für Facharbeiten in französischer Sprache.

Verleihung des Konrad-Adenauer-Europapreis 2026 für Facharbeiten in französischer Sprache. Foto:© Thomas Scheben

Im Beisein ihrer Familien und Lehrerinnen wurden drei Schülerinnen im Adenauerhaus Rhöndorf mit dem Preis geehrt. Nach einer Begrüßung durch Dr. Sabine Schößler (Geschäftsführerin der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus) überreichte die Jury, bestehend aus Dr. Claire Demesmay (Leiterin des Institut français Bonn und des Büros für Hochschulkooperation NRW), Caroline Baas (Attachée für Sprache und Bildung der französischen Botschaft) und Dr. Sabine Steidle (Museumspädagogin in der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus), die Urkunden. Die Geldpreise in Höhe von 300, 200 und 100 Euro wurden vom Konrad-Adenauer-Freundeskreis gestiftet.

Edna Constante Muratagic bekommt den 1. Preis beim Konrad Adenauer Europa-Preis 2026 — Foto:© Thomas Scheben

Edna Constante Muratagic vom Pascal-Gymnasium Münster erhält den ersten Preis. In ihrer Facharbeit über das Comicalbum „Tintin au Congo“ („Tim im Kongo“) des Zeichners Hergé analysiert sie, wie in Belgien in verschiedenen historischen Kontexten mit dem kolonialen Erbe, insbesondere mit rassistischen Stereotypen in der Populärkultur, umgegangen wurde. Davon ausgehend erörtert sie, wie wir in der heutigen multikulturellen Gesellschaft Zeugnisse des Kolonialismus rezipieren können.

Lena Schmidt bekommt den 2. Preis beim Konrad Adenauer Europa-Preis 2026 — Foto:© Thomas Scheben

Lena Schmidt vom Städtischen Ratsgymnasium Gladbeck gewann den zweiten Preis mit ihrer Untersuchung der Auswirkungen des Klimawandels auf den Skitourismus in den französischen Alpen. Auch ihre Facharbeit bleibt nicht bei der Analyse stehen, sondern ermittelt Lösungen für die Zukunft – zur Bewahrung der Natur und zum Erhalt des Tourismus als wirtschaftliche Grundlage.

Blertina Kryeziu bekommt den 3. Preis beim Konrad Adenauer Europa-Preis 2026 — Foto:© Thomas Scheben

Der dritte Preis ging an Blertina Kryeziu, die sich in ihrer Facharbeit mit der Frage beschäftigte, warum immer weniger Schülerinnen und Schüler an deutschen Schulen Französisch lernen. Sie führte eine Umfrage an ihrer eigenen Schule, dem Dreikönigsgymnasium Köln, durch und erarbeitete konkrete Vorschläge, wie Jugendliche für das Fach Französisch begeistert werden können.

Der Konrad-Adenauer-Europapreis soll – gerade angesichts vielfältiger Krisen in Europa – zur Beschäftigung mit Europa und seinen historischen Wurzeln einladen. Auch soll er das Erlernen der französischen Sprache fördern, als zentrale Voraussetzung für den interkulturellen Austausch, für gegenseitiges Verständnis und Miteinander.

Bewerben konnten sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe Q1 eines Gymnasiums oder Klasse 12 einer Gesamtschule im Bundesland Nordrhein-Westfalen oder im Regierungsbezirk Koblenz in Rheinland-Pfalz. Die Facharbeiten mussten im Schuljahr 2025/26 in französischer Sprache verfasst und mit mindestens 10 Punkten bewertet worden sein. Inhaltlich sollten die Arbeiten auf die im Lehrplan vorgesehenen Themenfelder des soziokulturellen Orientierungswissens Bezug nehmen. Maßgebliche Kriterien der Jury waren die gedankliche Durchdringung des Themas, eine klare Strukturierung der Arbeit, der Umgang mit Quellen und die Qualität der Recherche sowie Sprache und Form.

 

Quelle: Stiftung Konrad Adenauerhaus (sast)  — Fotos: © Thomas Scheben

4.9.2026