Kampf gegen Riesenbärenklau: Ehrenamtliche sind wichtiger Bestandteil

Die Ehrenamtlichen an einem der Bekämpfungstage. Foto:© Rhein-Sieg-Kreis

Der Riesenbärenklau, oder auch Herkules-Staude genannt, ist eine invasive Pflanzenart, die sich in unserer Natur unablässig ausbreitet. Er ist nicht nur eine Bedrohung für heimische Lebensräume, sondern stellt auch ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar, da der Pflanzensaft in Verbindung mit Sonnenlicht starke Hautreaktionen auslösen kann. Deshalb sind bei allen Arbeiten strikte Sicherheitsvorkehrungen – darunter Schutzkleidung, Handschuhe und Schutzbrillen – unerlässlich. Das Amt für Umwelt und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises betont, dass das ehrenamtliche Engagement ein wichtiger Bestandteil der langfristigen Bekämpfungsstrategie ist. Die praktische Arbeit vor Ort durch engagierte Bürgerinnen und Bürger ist eine unverzichtbare Ergänzung zu den offiziellen Maßnahmen des Kreises.

 Ehrenamt als tragende Säule des Naturschutzes
Anfang September hat der Rhein-Sieg-Kreis eine besonders aktive Gruppe von Ehrenamtlichen geehrt, die sich im Raum Eitorf und Windeck gegen die invasive Pflanzenart einsetzt. Mit über 15 Jahren Erfahrung und kontinuierlichem Einsatz leistet diese einen wesentlichen Beitrag zum Natur- und Gesundheitsschutz in der Region. Die Ehrung war nicht nur ein Dank für die harte Arbeit, sondern auch eine Würdigung des besonderen Zusammenhalts innerhalb der Gruppe. Neben dem körperlich anspruchsvollen Einsatz steht hier die Gemeinschaft, das gemeinsame Anpacken für ein konkretes Ziel und die Geselligkeit im Vordergrund.

Ein dauerhafter Kampf gegen die Ausbreitung

Obwohl die Triebe schön längst vertrocknet sind, bleibt die Gefahr der Ausbreitung bestehen. Ein einziger Blütenstand des Riesenbärenklaus kann bis zu 30.000 Samen ausbilden, die nach der Reife abgeworfen werden. Besonders kritisch sind hierbei die Uferbereiche der Sieg und anderer Fließgewässer, da Hochwasser die Samen weitertransportieren und so neue Standorte erschließen kann. Da nicht alle Pflanzen und Samen erfasst werden können, sind regelmäßige Kontrollen und wiederholte Maßnahmen zwingend erforderlich, um die Art einzudämmen.

Generationenwechsel: Neue Mitstreiter gesucht
Aktuell befindet sich die Gruppe in einem Generationenwechsel. Einige der „Urgesteine“ müssen ihre aktive Mitarbeit aus altersbedingten Gründen beenden. Um das wertvolle Wissen und die Erfahrung der langjährigen Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu bewahren und die Arbeit fortzuführen, sind die Ehrenamtlichen auf Verstärkung angewiesen. Interessierte, die Freude an praktischer Naturschutzarbeit haben und Teil einer engagierten Gemeinschaft werden wollen, sind willkommen. Umfangreiche Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, da Neulinge direkt von den erfahrenen Aktiven lernen können. Wer sich unverbindlich informieren möchte, kann sich an das Amt für Umwelt und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises wenden (Kontakt: fabian.droppelmann@rhein-sieg-kreis.de) oder alternativ Kontakt über die jeweilige Stadt- oder Gemeindeverwaltung aufnehmen.

Quelle: Rhein – Sieg – Kreis (dwo)

28.09.2026