„Preisverleihung des Environment and Art Award 2026 der Kummer-Vanotti-Stiftung“ „When you see me“ auf der Insel Grafenwerth

When you see me - Hunger Steine von Marjolijn Dijkman -- Foto: Kummer Vanotti Stiftung

Die Kummer-Vanotti-Stiftung vergibt zum siebten Mal den „Environment and Art Award“. Die unabhängige Jury hat sich in der Sitzung im September für das Kunstwerk „When you see me/Hunger Stones“ der niederländisch-belgischen Künstlerin Marjolijn Dijkman entschieden. Damit wird der Umweltskupturenpark um ein weitere Arbeit, die ein topaktuelles Thema adressiert, erweitert. In 2026 wurde ein absoluter Niedrigstand des Rheins erreicht, dies ist ein Warnzeichen des Klimawandels. Hungersteine sind nur bei Niedrigwasser im Flussbett oder auf Gewässergründen sichtbare große Steine. Der Name verweist auf die Gefahr einer Hungersnot bei Dürre.
Die international renommierte Künstlerin Dijkman sagte selbst zu ihrem Kunstprojekt: „Die Installation wird Abbild aller bekannten Hungersteine im Rhein umfassen.
Bei der Umsetzung können Archivbilder und Erinnerungen von Menschen herangezogen werden, die die Steine bei Niedrigwasser gesehen haben, und es werden zusätzliche Recherchen zu den Steinen im Fluss durchgeführt. Das Material könnte im Rahmen eines kleinen offenen Aufrufs gesammelt werden, der an bestimmte Gruppen gerichtet ist und in dem um Fotos, Videos und schriftliche Erinnerungen von Menschen gebeten wird, die Hungersteine während der jüngsten Dürreperioden gesehen haben.…..“
Eine hochrangig besetzte Fachjury bestehend aus Dr. Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt, als Vorsitzender, Dr. Camilla Bausch, ehemalige Geschäftsführende Direktorin des Ecologic- Instituts in Berlin, Andra Lauffs-Wegner, Kunstsammlerin und Eigentümerin von KAT_A, Dr. Julia Wallner, Direktorin Arp Museum Bahnhof Rolandseck, Jesse Magee, Künstler und Wissenschaftler; Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe sowie Philipp Herzog, Bürgermeister Bad Honnef, haben aus den Einsendungen, die von externen Experten (unabhängiges Nominierungskomitee) vorgeschlagen wurden, die besten  Wettbewerbsbeiträge ausgewählt. Im Namen der Jury würdigte Sebastian Baden das eingereichte Projekt als „als eine wundervolle Arbeit, die nicht nur regionalen Bezug hat sondern auch ein wichtiges Klimaschutzthema anspricht.“ Bad Honnefs Bürgermeister Philipp Herzog zeigte sich erfreut über ein weiteres, sehr gelungenes Projekt der international bekannten Künstlerin, so dass der Park auf der Insel weiter wachsen kann.

Kurzlebenslauf der Künstlerin:
Marjolijn Dijkman (*1978, NL) lebt und arbeitet in Brüssel (BE) und Lahaymeix (FR). Sie ist eine multidisziplinäre Künstlerin, die in den Bereichen Film, Fotografie, Skulptur und Installation tätig ist.
Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen sich rasch verändernde Umgebungen und deren menschliche sowie nichtmenschliche Wechselbeziehungen. Sie ist Mitbegründerin von „Enough Room for Space“, einer Kooperationsplattform für künstlerische Forschung, und derzeit Doktorandin an der LUCA und der KU Leuven in Belgien.

Marjolijn Dijkman – Foto: Kummer-Vanotti Stiftung

Die Aufstellung des Kunstwerks wird in 2027 stattfinden.

 

 

 

Quelle: Kummer-Vanotti-Stiftung (bk)

06.10.2026