Kontaktverbot: Weitere Verwarnungen und eine Strafanzeige

Angesichts des bevorstehenden Wochenendes und des angekündigten guten Frühlingswetters erinnert die Stadt Bad Honnef erneut an die dringend einzuhaltenden Auflagen der Coronaschutzverordnung. Die Verordnung sieht unter anderem vor, dass Zusammenkünfte und Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als zwei Personen untersagt sind, sofern es sich nicht um Ehe- oder Lebenspartner sowie in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen sind. Auch die Begleitung von minderjährigen oder unterstützungsbedürftigen Personen ist vom Verbot ausgenommen. Wo immer es möglich ist, muss ein Schutzabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

„Unsere Beobachtungen zeigen, dass das Kontaktverbot vom überwiegenden Teil der Bevölkerung sehr ernst genommen und eingehalten wird,“ teilt der Erste Beigeordnete Holger Heuser mit: „Es gab diese Woche leider aber erneut eine kleine Gruppe an buchstäblich Unbelehrbaren. Gegen diese Personen werden nun höhere Geldbußen ausgesprochen.“

So wurde am Donnerstag das Ordnungsamt von der Polizei über eine Gruppe Jugendlicher informiert, die sich trotz Kontaktverbot im öffentlichen Raum getroffen hatte. Das Treffen der Jugendlichen, die dem Ordnungsamt zum Teil bereits aus der jüngeren Vergangenheit bekannt waren, wurde mit Unterstützung der hinzugerufenen Polizei aufgelöst. Während der Auflösung kam es zu Widerstandshandlungen, infolge derer eine Person kurzzeitig durch die Ordnungskräfte am Boden fixiert werden musste. Der Verstoß gegen die Coronaschutzverordnung wurde zur Anzeige gebracht. In mehreren weiteren Fällen konnte es das Ordnungsamt am Donnerstag bei mündlichen Verwarnungen belassen.

Angesichts der fortschreitenden Pandemie haben die Schutzmaßnahmen vor dem Coronavirus SARS-CoV-2 an Bedeutung nicht verloren, betont der Erste Beigeordnete: „Es geht weiterhin nicht weniger als um Leben und Tod. Das Kontaktverbot und die weiteren angeordneten Schutzmaßnahmen haben das Ziel, die Infektionsketten so schnell und effektiv wie möglich zu unterbrechen. Nur so lässt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf einem weiterhin niedrigen Niveau halten.“ Die Reduzierung der Kontakte sei daher nicht nur im öffentlichen Raum, sondern auch im Privaten das Gebot der Stunde, so Holger Heuser: „Auch, wenn es in vielen Familien Tradition ist, sich zum Osterfest zu treffen, schließen wir uns als Stadt Bad Honnef den Appellen der Virologen und Gesundheitsexperten an, die Zahl der persönlichen Kontakte so gering wie möglich zu halten und auf Treffen zu verzichten. Das dient zum Schutz der Gesundheit aller Familienmitglieder. Und Gesundheit ist vermutlich das schönste Geschenk, das man zu Ostern seiner Familie machen kann.“

 

 

Quelle: Thomas Heinemann – Stadt Bad Honnef

03.04.2020