CDU Veranstaltung — Zukunft der Innenstadt


Die CDU BAD Honnef lud am Dienstag, dem 09.05.2023 zu der Veranstaltung „Zukunft der Innenstadt“ im ALICEON, dem ehemaligen Schreibwarengeschäft Retz, ein.

Zu der öffentlichen Diskussionsveranstaltung waren als Sprecher Prof. Nicolas Beucker (Gründer und Leiter des Kompetenzzentrum Social Urban Design an der Hochschule Niederrhein), Regina Rosenstock (Leiterin Wirtschaftsförderung des Rhein -Sieg-Kreises) und Gudula Böckenholt (Partnerin und Projektleiterin CIMA Beratung und Management GmbH) eingeladen. Zudem war aus Emsdetten per Video Michelle Dresemann zugeschaltet, die seit 2020 bei der Stadt für das Citymanagement und die Belebung der dortigen Innenstadt zuständig ist.

CDU Veranstaltung „Leerstand“ im Alicion — Foto© Thomas Scheben

Die Problemstellung ist klar und für jeden zu sehen: Immer mehr Händler verlassen die Bad Honnefer Innenstadt. Ein Problem, mit dem fast alle Städte kämpfen. „In unserer malerischen Fußgängerzone haben die Leerstände ein besorgniserregendes Ausmaß eingenommen, dem wir uns im Schulterschluss mit Eigentürmern und Gewerbetreibenden annehmen müssen“, führte Jonathan Grunwald, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der CDU Bad Honnef ins Thema ein. Welche Handlungsoptionen es gibt, zeigten dann die kompetenten Referenten auf.

v.l. Regina Rosenstock (Wirtschaftsförderung Rhein-Sieg-Kreis), Jonathan Grunwald CDU MDL, , Susanne Langgut CDU Bad Honnef, Prof. Nicolas Beucker ( Kompetenzzentrum Social Urban Design – Hochschule Niederrhein) Gudula Böckenholt ( CIMA Beratung und Management GmbH) und Elke Buttgereit CDU Bad Honnef vor der „Leeren Innenstadt“ Foto:© Thomas Scheben

Nicolas Beucker machte auf einen Paradigmenwechsel aufmerksam, der noch nicht bei allen angekommen zu sein scheint: „Man muss öffentliche Räume als Sozialräume verstehen. Innenstädte sollen Orte sein, die dazu einladen, sich dort aufzuhalten. Statt vom Handel aus die Stadt zu beleben, muss durch die Stadt der Handel belebt werden“.

Dafür gibt es Beispiele, die zeigen, dass es funktioniert, wie z.B. die Piazza Aperte in Mailand, die zu einem sozialen Treffpunkt umgestaltet wurde mit Sitzbänken, Tischtennisplatten und Pflanzkästen.

Allerdings gebe es keine fertigen Lösungen, so Beucker.

Auch Regina Rosenstock blies verwies auf den Paradigmenwechsel und betonten, dass nicht jedes Konzept für jede Stadt passe. Für die Belebung der Innenstädte brauche es Ideen und Kreativität. Der Einzelhandel spiele nicht mehr die dominante Rolle wie früher.

Gundula Böckenholt, die selber zahlreiche Kommunen bei der Transformation begleitet hat, machte darauf aufmerksam, dass die Eigentümer mitspielen und von hohen Mietvorstellungen abrücken müssten. „Einen Pop-up-store könnte ich mir in Bad Honnef gut vorstellen, in dem verschiedene Händler und Produzenten und Kreative für eine begrenzte Zeit die Chance erhalten, einen Laden zu nutzen, um beispielsweise regionale erzeugte Produkte zu verkaufen“, so Böckenhold.

Dazu sollte auch Bad Honnef Fördermittel vom Land NRW beantragen, so Michelle Dreesmann vom Service Center Innenstadt in Emsdetten. Emsdetten profitiert vom Förderprogramm „Sofortprogramm Innenstadt“ der Landesregierung NRW.

Um diese Chance auch für Bad Honnef zu nutzen, hat die CDU im Rat bereits einen Antrag eingebracht, damit sich die Stadtverwaltung für das ausgeschriebene Programm zur Stärkung von Innenstädten zu bewerben.  Neben finanzieller Unterstützung für die Anmietung von Ladenlokalen gibt es auch Mittel für Begrünung der Innenstadt sowie für die Mobiliar und Spielgeräte.

„Um die Innenstadt attraktiver zu machen, braucht es Kreativität und den Mut neue Wege zu gehen. Die Veränderungen, die wir erleben, können auch Chancen sein. Wir müssen dazu die Föderprogramme des Landes optimal nutzen“, so abschließend Grunwald.

 

Quelle: CDU Bad Honnef  (fm)  —Fotos: © Thomas Scheben

17.05.2023


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