
Am Sonntag, 9. Juni bietet die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus um 11 Uhr eine Führung durch Konrad Adenauers Rhöndorfer Garten an. In den 1930er und 1940er Jahren baute Adenauer auf seinem Grundstück am steilen Hang des Siebengebirges Obst und Gemüse an und hielt ein eigenes Milchschaf. In den 1950er Jahren, als Bundeskanzler, bevorzugte er neben den zahlreichen Duftrosen mediterrane Pflanzen, die wie die legendäre Boccia-Bahn an seine Reisen nach Oberitalien erinnerten. Der Rundgang führt durch Adenauers blühenden Rosengarten, aber auch durch seine privaten Wohnräume und zum Gartenpavillon, in dem der Gründungskanzler nach seinem Rücktritt mit Blick über das Rheintal an seinen Memoiren arbeitete.
Ebenfalls am Sonntag, 9. Juni um 14 Uhr können Besucherinnen und Besucher bei einem Rundgang durch die Ausstellung und Adenauers historisches Wohnhaus der Geschichte des vereinten Europas nachspüren. Zahlreiche Exponate erinnern an Adenauers Politik zur Sicherung des Friedens in Europa: Schon als Oberbürgermeister Kölns setzte er sich in den 1920er Jahren dafür ein, durch wirtschaftliche und kulturelle Verflechtung mit den westlichen Nachbarländern zur „Völkerverständigung“ beizutragen. Als Bundeskanzler betonte er 1954 im Bonner Bundestag: „Die Einheit Europas war ein Traum von wenigen. Sie wurde eine Hoffnung für viele. Sie ist heute eine Notwendigkeit für uns alle.“
Der Eintritt und die Teilnahme an den Führungen sind kostenfrei. Da die Teilnahmezahl begrenzt ist, ist eine vorherige Anmeldung unter www.adenauerhaus.de erforderlich.
Quelle: Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (sa-st)
04.06.2024