SPD Bad Honnef zum Beschluss des Stadtrates über die Erhöhung der Eintrittspreise für das Freibad Grafenwerth: Kalte Dusche für Kinder

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In der gestrigen Ratssitzung stand eine für viele Bad Honnefer Wasserfreunde wichtige Frage auf der Tagesordnung: Was kostet der Sprung ins kühle Nass im kommenden Sommer? Die Antwort der Ratsmehrheit aus CDU und Bürgerblock fiel leider eindeutig aus: Für alle mehr, besonders aber für Kinder ab drei Jahren.

Die Stadtverwaltung hatte vorgeschlagen, angesichts allgemeiner Inflation und steigender Betriebsausgaben die Eintrittspreise des seit Jahren defizitären Freibads anzupassen, und zwar für sämtliche Eintrittskarten mit Ausnahme der Saisontickets.

Dass eine moderate Erhöhung notwendig ist, stellt auch die SPD nicht in Frage. Doch wenn „moderat“ plötzlich im Einzelfall bis zu 53 Prozent bedeutet, wird es schwierig, das Ganze noch ohne Schweißperlen auf der Stirn zu verkaufen.

Vor allem für Kinder bedeuten diese Preiserhöhungen eine kalte Dusche:
• Die Karte für Kinder ab drei Jahren steigt von 2,50 € auf 3 € – locker mal eben eine Erhöhung von 20%, da hält selbst die Inflation nicht mit.
• Noch kälter wird das Wasser bei den ermäßigten Karten für Kinder aus sozial benachteiligten Familien: von 1,30 € geht’s gleich auf 2 €, also über 50% mehr. Na, wenn schon, denn schon!

Dies hatte die SPD-Fraktion mit Nachdruck abgelehnt und – vielleicht etwas altmodisch –vorgeschlagen, die Eintrittspreise für Kinder überhaupt nicht zu verteuern. Also, Familien zu entlasten, Kindern ein attraktives Freizeitangebot zu bieten, gesellschaftliche Teilhabe zu fördern – eben dieses klassische sozialdemokratische Gedöns. Aber es kam, zumindest wohl aus Sicht von CDU und Bürgerblock, noch doller: Zusätzlich unterstützte die SPD-Fraktion den Vorschlag, generell allen Kindern bis sechs Jahren freien Eintritt zu ermöglichen. Ein simples Konzept, bei dem man meinen könnte, niemand könnte ernsthaft etwas dagegen haben.

Doch weit gefehlt. CDU und Bürgerblock ließen sich nicht beeindrucken und setzten ohne jedes Fingerspitzengefühl mit ihrer Mehrheit die drastischen Erhöhungen nun ausgerechnet für die Gruppe durch, die weder Schuld an den Defiziten trägt, noch eine Lobby hat: die Kinder.
Familienfreundliche Politik sieht anders aus! Nach Überzeugung der SPD darf soziale Gerechtigkeit nicht am Freibad-Kassenhäuschen enden. Daher leider ins Wasser gefallen, liebe CDU und lieber Bürgerblock.

Quelle: SPD-Fraktion Bad Honnef  – Guido Maedje

12.12.2025


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Korrigiert 15.12.2025