Wenn Ehrenamt bewegt – und warum es jetzt Menschen braucht, die Verantwortung übernehmen — Laura Solzbacher legt fast all ihre Ehrenämter nieder

Verabschieden sich aus dem Vorstand des Fördervereins Hauptsache Familie e.V. (v.l.) Katja Kramer-Dissmann Laura Solzbacher und Anna-Leena Lander Foto© Bündnis Familie

Nach sieben intensiven Jahren im Vorstand des Förderverein Hauptsache Familie e.V. hat Laura Solzbacher auf der Mitgliederversammlung am 21. Dezember 2025 bekanntgegeben, dass sie ihr Amt im kommenden Jahr niederlegt. Mit ihr verabschiedet sich der gesamte Vorstand des Vereins. Auch Katja Kramer-Dissmann engagiert sich seit sieben Jahren als Kassenwartin, neben Beruf, Familie und ihrem Engagement in der Kommunalpolitik, ein zeitaufwendiges Ehrenamt. Gemeinsam wollen sie eine mögliche Nachfolge mit Ruhe einarbeiten und Projekte in gute Hände übergeben. „Es ist keine überstürzte Entscheidung, aber eine finale. Wir nehmen uns die Zeit den Verein ordentlich zu übergeben.“ so Kramer-Dissmann.

Es ist ein Abschied, der Dankbarkeit, Respekt – und Nachdenklichkeit hinterlässt.

Seit vielen Jahren hat Laura Solzbacher in unterschiedlichsten Kontexten ehrenamtliche Verantwortung getragen. Sie hat Zeit investiert, Strukturen aufgebaut, Menschen zusammengebracht, Projekte möglich gemacht. Ehrenamt war für sie nie „nebenbei“, sondern eine bewusste Haltung: Verantwortung für die Gemeinschaft zu übernehmen und „etwas zurück zu geben.“

Mit dem Bündnis für Familie entstanden und wuchsen Projekte, die heute aus dem sozialen Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken sind – etwa „Gemeinsam statt einsam“, das Menschen aus der Isolation holt, oder der Weihnachtswunschbaum, der Jahr für Jahr zeigt, was Solidarität ganz konkret bedeuten kann. Diese Projekte stehen stellvertretend für das, was Ehrenamt leisten kann: Nähe schaffen, Lücken schließen, Menschlichkeit organisieren.

„Ehrenamt ist kein Selbstläufer“, betonen die beiden Frauen, die inzwischen ein eingespieltes Team sind. „Es lebt davon, dass Menschen bereit sind, Zeit, Energie und Verantwortung zu übernehmen – verlässlich und mit Herz.“

Genau hier liegt die aktuelle Herausforderung:
Mit dem Rücktritt des gesamten Vorstands steht der Förderverein an einem Wendepunkt. Ohne neue engagierte Menschen kann diese wertvolle Arbeit nicht fortgeführt werden.

Ein dringender Aufruf

Der Förderverein Hauptsache Familie e.V. sucht verantwortungsbewusste, engagierte Nachfolgerinnen und Nachfolger, die bereit sind, ein zeitintensives, aber sinnstiftendes Ehrenamt zu übernehmen. Gesucht werden Menschen, die gestalten wollen – im Vorstand, in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Bad Honnef, in der Weiterentwicklung eines Vereins, der für Familien, Kinder, Seniorinnen und Senioren eine unverzichtbare Rolle spielt.

„Ehrenamt bedeutet nicht Perfektion. Ehrenamt bedeutet Haltung. Ehrenamt bedeutet, Verantwortung nicht an ‚die anderen’ abzugeben. Etwas, das mir immer sehr wichtig war, meinen Kindern vorzuleben“, so Solzbacher.

Laura Solzbacher wird sich im kommenden Jahr aus fast allen Ehrenämtern zurückziehen. Einzig die redaktionelle Mitarbeit am Generationenmagazin „Die Brücke“ wird sie fortführen.

Der Förderverein dankt dem gesamten Vorstand von Herzen für ihr außergewöhnliches und zuverlässiges Engagement. Zugleich richtet sich dieser Dank mit einem klaren Appell an die Stadtgesellschaft:

Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?
Interesse an einer Nachfolge? Der Förderverein lädt alle Interessierten ein, sich zu melden und ins Gespräch zu kommen.

 

Quelle: Vorstand Bündnis Familie (ls)

21.12.2025