Die Bürgerinitiative „Grünes Band Bad Honnef“ lud letzten Sonntag (19.4.26) zu einem informativen Rundgang durch den Selhofer Süden, das sogenannte „Wäldchen“ ein. Rund 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild zu machen und in den Austausch zu gehen.
In kurzen, fachkundigen Vorträgen wurden die Vorzüge des Gebietes herausgestellt und mögliche Auswirkungen einer Bebauung erläutert: die Biodiversität des stadtnahen Geländes liege mit ca. 30 Arten teils über dem, was im Naturschutzgebiet „Siebengebirge“ zu finden sei, da dort oft die niedrigere Kraut- und Baumschicht fehle.

Die Bedeutung für Regen- und Grundwasser-Management sowie für den Hitzeschutz ist dadurch als „hoch empfindlich gegenüber Eingriffen“ einzuschätzen – wie auch der jüngst veröffentlichte Klima-Atlas NRW mit seiner Kategorisierung zeige: „Sollten trotz Bedenken in solchen Gebieten Planungen in Erwägung gezogen werden, sind hier klimatische Gutachten notwendig“.
Dabei zeigten sich viele Teilnehmende engagiert für den Erhalt dieses 280.000m² großen Areals. Besorgte Bürgerinnen und Bürger stellten kritische, zugleich berechtigte Fragen, die offen diskutiert wurden.
Im Anschluss lud die Initiative zu einem gemeinsamen Grillen ein, das Raum für weiteren konstruktiven Austausch bot. Die große Resonanz unterstreicht das anhaltende Interesse der Bad Honnefer Bevölkerung an der Entwicklung des Gebiets.
Spannend bleibt, wie sich die politischen Fraktionen zu diesem kritischen Thema positionieren werden. Die Bürgerinitiative kündigte an, die Öffentlichkeit weiterhin umfassend zu informieren – unter anderem über ihre gut aufbereitete Homepage.
Quelle: Bürgerinitative Grünes Band Bad Honnef (ck)
22.04.2026
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