VVS gründet Naturschutzstiftung — Zukünftige Arbeit soll finanziell auf ein weiteres Standbein gestellt werden

Vertreter von VVS, Landkreis und den Städten Königswinter und Bad Honnef. von li: Michael Ridder, Philipp Herzog, Brigitte Kohlhaas, Hans Peter Lindlar, Stephan Schütte, Lisa Limmer, Sebastian Schuster, Werner Stieber, Eike Rilinger -- Foto:©Fotoarchiv VVS

Die Mitglieder des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS) haben in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 21.August des vorigen Jahres die Gründung der VVS-Stiftung Naturschutz Siebengebirge beschlossen. Jetzt wurde die neue Stiftung der Öffentlichkeit vorgestellt, nachdem zwischenzeitlich die Erarbeitung der Stiftungssatzung und die Genehmigung durch die Stiftungsaufsicht der Bezirksregierung Köln erfolgt ist. Dazu hatte der VVS Landrat Sebastian Schuster sowie die Bürgermeister der Städte Bad Honnef und Königswinter ins Forsthaus Lohrberg eingeladen.

„Wir wollen mit der Gründung der Stiftung zusätzlich zum VVS als Verein eine Geldmaschine anwerfen, die zukünftig die Arbeit für den Naturschutz im Siebengebirge mit absichern soll“, so der ehemalige VVS-Vorsitzende Hans Peter Lindlar. Dieser hatte die Idee der Stiftungsgründung angestoßen und ist jetzt der Vorsitzende der Stiftung. Als Stellvertreter fungiert der neue VVS-Vorsitzende Stephan Schütte.

Als Gründungskapital hat der VVS im Rahmen des sog. Stiftungsgeschäftes 100.000 € zur Verfügung gestellt. Dieser Betrag soll jetzt im Laufe der nächsten Jahre durch Zustiftungen von Dritten anwachsen, so dass sich das Stiftungskapital Zug um Zug erhöht. „Durch die VVS-Stiftung Naturschutz Siebengebirge besteht jetzt für die Mitbürgerinnen und Mitbürger der Region, denen das Siebengebirge besonders am Herzen liegt, die Chance, z. B. einen Teil einer Erbschaft für die Pflege der Landschaft und die Arbeit für den Naturschutz im Siebengebirge einzusetzen“, so der VVS-Vorsitzende Stephan Schütte.

Beim aktuellen Zinsniveau ist zunächst nur mit einem Ertrag aus der Stiftung von ca. 3.000 € pro Jahr zu rechnen, doch perspektivisch mit dem Wachsen des Stiftungskapitals wird dieser zunehmen. Mit dem Geld sollen laut Stiftungssatzung z. B. konkrete Pflegemaßnahmen von Biotopen, Umweltbildungsmaßnahmen für Schulklassen, aber auch der Ankauf von ökologisch wertvollen Flächen im Siebengebirge unterstützt werden.

Der Landrat und die Bürgermeister gratulierten den Initiatoren zur Gründung der Stiftung. So kann der Einsatz des VVS für das Siebengebirge für die Zukunft zusätzlich abgesichert werden. Für Bürgermeister Philipp Herzog trifft der VVS mit der Gründung der Stiftung genau den Nerv vieler Mitbürger, sich konkret finanziell für die Heimat einsetzen zu wollen. Der Stellvertretende Bürgermeister von Königswinter, Michael Ridder, begrüßt ausdrücklich, dass die Stiftung nicht nur Projekte im VVS-Wald, sondern auch Projekte z. B. der Bürgerinitiative Naturschutz-Siebengebirge (BNS), die sich um die Pflege alter Streuobstwiesen und Weinbergsbrachen bei Oberdollendorf kümmert, unterstützen möchte.

Das Siebengebirge ist wegen seiner besonderen naturräumlichen Qualität Bestandteil des europäischen Schutzgebietssystems und als sog. Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH) ausgewiesen Die Pflege von Biotopen zum Erhalt der Artenvielfalt, die Bereitstellung und dauernde Unterhaltung der Infrastruktur für die Anwohner und Besucher (Wanderwege, Bänke, Schutzhütten, Aussichtspunkte, historische Denkmäler etc.) ist nur möglich mit dem großen ehrenamtlichen Einsatz vieler fleißiger Hände in Verbindung mit ausreichenden Finanzmitteln. Immer wieder stehen aber auch Aufgaben an, für die professionelle Leistungen von Unternehmen angefordert und teuer bezahlt werden müssen. Dazu soll die Stiftung einen wichtigen Beitrag leisten.

 

Quelle: VVS – Stiftung Naturschutz Siebengebirge (er)

22.04.2026