Dragons Rhöndorf vs. BG Hessing Leitershofen: 68:82 (24:19, 12:31, 16:17, 16:15)
BG Hessing Leitershofen verpasst Rhöndorf vor 487 Fans am Menzenberg die erste bittere Enttäuschung der Saison. Die Hausherren zogen gegen die Kangaroos mit 68:81 (36:50) völlig verdient den Kürzeren. Rückblickend kostete den Dragons ein komplett verkorkstes zweites Viertel das Spiel. Es war eine unsanfte Landung nach einem kurzen Höhenflug. Jetzt heißt es: Schnell aufstehen, Krone richten und weitermachen. Denn schon am kommenden Mittwoch (14.10./19:30 Uhr) kann es das Team um Max Becker gegen die Skyliners Juniors in Frankfurt besser machen.
Irgendwie war nach den ersten beiden Minuten zu erahnen, dass die Dragons nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Es dauerte ganze zwei Minuten, bis Carlo Schmid den ersten Ball für Rhöndorf im Korb unterbringen konnte und weitere vier Minuten bis das Spiel richtig Fahrt aufnahm. Dann klappten beide Teams das Visier hoch und schenkten sich ein. In der Folge wechselte die Führung sage und schreibe neunmal. Ab der sechsten Minute schien Rhöndorf das Kommando zu übernehmen und startete eine 10:0-Serie zur zwischenzeitlichen 22:15-Führung. Das erste Viertel ging mit 5 Punkten Vorsprung an Rhöndorf (24:15).
Da war die Welt auf den Rängen im DragonDome noch in Ordnung, die Stimmung sollte aber im zweiten Viertel gründlich kippen. Plötzlich passten die defensiven Matchups aus Sicht der Dragons nicht mehr und am anderen Ende des Spielfeldes war der Korb der Kangaroos wie vernagelt. Auf der anderen Seite schickten die Gäste einen Dreier nach dem anderen durch Rhöndorfs Reuse. Egal ob Joanic Grüttner Bacoul, Brendan Gregori, Geal Barman oder Connor Anderson abzogen, gefühlt war jeder Wurf ein Treffer. So entschieden die Bayern den zweiten Spielabschnitt mit 31:12 überdeutlich für sich und gingen mit einer komfortablen 14 Punkte-Führung in die Pause (36:50).
Das dritte und vierte Viertel verlief dann auf Augenhöhe (16:17, 16:15). Ein schwacher Trost für die Dragons-Fans, denn näher als auf acht Punkte (25“/50:58) kamen die Gastgeber nicht mehr heran. Auch weil Rhöndorf Bobby Arthur-Williams Jr. nicht auf der Rechnung hatte. Der Power Forward erstickte Rhöndorfs Aufholversuche fast im Alleingang. Am Ende avancierte er mit 16 Punkten und vier Dreiern zum Topscorer seines Teams. Natürlich hatte auch Joanic Grüttner Bacoul mit 13 Punkten drei Dreier und sieben Assists, Brendan Gregori (10 Pkt.) Connor Anderson (11 Pkt.) sowie Geal Barman (10 Pkt.) einen großen Anteil am Erfolg.
Auf Rhöndorfer Seite konnten Kenan Reinhart, mit 17 Punkten Topscorer der Begegnung sowie Justin Onyejiaka (15 Pkt/9 Reb.), Sahmi Willoughby (8 Pkt./9 Reb.) und Carlo Schmid (8 Pkt./10 Reb.) gefallen. Rhöndorf entschied zwar das Rebound-Duell deutlich für sich (55:36), war aber hauptsächlich aufgrund der schwachen Dreierquote (17%) trotzdem chancenlos. Hinzu kam, dass man in der Offensive zu eindimensional agierte, sich durch die robuste Gangart des Gegners dem Schneid abkaufen ließ und in der Defensive nicht konsequent genug zupackte. Hier wird das Trainerteam in den nächsten Tagen den Hebel ansetzen müssen, will man in Frankfurt wieder erfolgreich sein.
Max, was hat dir heute bei den Dragons gefehlt?
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): „Erstmals Glückwunsch an Leitershofen für den verdienten Sieg. Wir hatten heute einen jener Tage wo nichts in den Korb fallen wollte. Selbst gut herausgespielte Chancen konnten wir nicht nutzen. Was uns heute gefehlt hat, waren die richtigen offensiven Lösungen. Daran müssen wir arbeiten, dass wir da variabler werden. Am Ende konnten wir die Härte, die Leitershofen ins Spiel gebracht hat, nicht gut genug matchen, um am Ende, trotz mangelhafter Wurfquoten das Spiel zu gewinnen.
Haben wir aber in der Defensive nicht auch zu viele freie Würfe zugelassen, Stichwort die Dreier von Bobby Arthur-Williams Jr.?
Wir sind heute manchmal zu langsam rotiert. Mit unserer Pick-and-Roll-Verteidigung sind wir zu lange am Ball geblieben, obwohl wenig Gefahr von dem jeweiligen Spieler ausging, dann zu spät rausgegangen und nicht mehr rechtzeitig an die Shooter rangekommen. Leitershofen hat aber auch einen guten Tag von außen erwischt, ganz im Gegensatz zu uns. Was uns, vor allem im zweiten Viertel den Zahn gezogen hat.
Solche Spiel passieren halt und wer weiß wofür die Niederlage gut ist. Sind die Dragons jetzt wieder geerdet?
Ja, ich denke schon. Das Beste an der Sache ist, dass wir in drei Tagen wieder spielen und den Frust am nächsten Gegner abarbeiten können. Wir werden das als Team verarbeiten und gestärkt da rausgehen.
#Dragons Rhöndorf: Carlo Schmid (8 Pkt./10 Reb.), Ilic (2), Viehöfer (3/1-3er), Paulo, Reinhart (17/2-3er), Onyejiaka (15/1/9 Reb.), Böning (4), Willoughby (8/1/9 Reb.), Sadikovic (2), Idbihi (2), Mayr (7)
Leitershofen: Gregori (10/2-3er), Arthur-Williams (16/4), Sarnowska, Anderson (11/1), Feldrappe (3/1), Geißler (13), Westermeier, Gustrau (6), Barman (10/1), Bacoul (13/3-3er/7 As.)
Dragons Rhöndorf / Leitershofen: 2er 14/32 (44%) / 19/38 (50%), 3er 5/30 (17%) / 12/35 (34%), FG 19/62 (31%) / 31/73 (42%), FT 25/30 (83%) / 8/17 (47%), REB 55 / 36, ST 4 / 9, TO 19 / 11, BS 4 / 2, PF 17 / 26
Einige Impressionen vom Spiel Fotos© Martin Jung
Quelle: Dragon Rhöndorf (kb)
12.10.2026





