Aalkönigin Marie‑Agnes Strack‑Zimmermann begleitet Artenschutz- und Sozialprojekte

AalKönigin Agnes Strack Zimmermann Setzt Jung-Aale in den Rhein -- Foto© Thomas Scheben -

Aalbesatz auf Grafenwerth: Aalkönigin begleitet Artenschutz

Hoher Besuch am Rhein: Die amtierende Aalkönigin Marie‑Agnes Strack‑Zimmermann war am Montagvormittag in Bad Honnef zu Gast und begleitete eine Aalbesatzmaßnahme auf der Insel Grafenwerth. Gemeinsam mit dem Aalkönigskomitee, Bürgermeister Philipp Herzog und Vertreterinnen und Vertretern des Landesfischereiverbandes wurden rund 5.000 junge Aale in den Rhein eingesetzt. Ziel der Aktion ist es, den stark gefährdeten Bestand zu stabilisieren und langfristig zu sichern.

Die Tradition der Aalkönigin besteht in Bad Honnef seit mehr als zwei Jahrzehnten. Das Amt verbindet den Einsatz für den Schutz des Aals mit der Unterstützung sozialer Projekte in Bad Honnef. Gefördert werden unter anderem Initiativen wie das Netzwerk gewaltfrei sowie weitere lokale Angebote, die sich für gesellschaftliches Engagement und Zusammenhalt einsetzen.
Ermöglicht wurde der Aalbesatz erneut durch den Verein „Aranka“, der mit seinem Aalkönigskomitee seit vielen Jahren sowohl Artenschutzmaßnahmen finanziert als auch soziale Projekte in der Stadt unterstützt. Der Name des Vereins geht auf ein historisches Aalschiff zurück, das heute als schwimmendes Denkmal an die frühere Bedeutung des Aalfangs erinnert.

Bürgermeister Philipp Herzog zeigte sich erfreut über die Aktion und betonte die Bedeutung des Artenschutzes am Rhein. Er machte deutlich, dass er sich für die Tiere begeistern kann – auch wenn er als Vegetarier auf Aalgerichte verzichtet. Für ihn sei der Einsatz für bedrohte Arten ein gutes Gefühl und vergleichbar mit Baumpflanzaktionen im Siebengebirge, bei denen ebenfalls etwas Nachhaltiges für die Zukunft geschaffen werde.

Fachlich begleitet wurde die Maßnahme vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe. Die eingesetzten Tiere haben bereits eine Größe erreicht, die ihre Überlebenschancen erhöht. Dennoch bleibt der Weg der Aale gefährlich: Vor allem Wasserkraftwerke gelten als erhebliche Hürde auf ihrer Wanderroute. Untersuchungen aus den vergangenen Jahren zeigen, dass Turbinen und Rechen für viele Tiere ein Risiko darstellen.

Die Aale verbleiben mehrere Jahre im Rhein und seinen Nebenflüssen, bevor sie ihre lange Wanderung in Richtung Atlantik antreten – ein Vorgang, der wissenschaftlich bis heute nur teilweise erforscht ist.

Impressionen vom Morgen …


Besuch an der Gesamtschule St. Josef: Medienkompetenz im Fokus

Nach dem Termin auf Grafenwerth besuchte die Aalkönigin die Erzbischöfliche Gesamtschule St. Josef. Dort informierte sie sich über das Projekt „Medienkompetenz für Bad Honnef – fit für die digitale Welt“, für das sie die Schirmherrschaft übernommen hat. Das vom Aalkönigskomitee unterstützte Vorhaben vermittelt Schülerinnen und Schülern praxisnahes Wissen zu digitalen Themen wie Künstlicher Intelligenz, Fake News, Cybermobbing, Datenschutz und verantwortungsvollem Online‑Verhalten.

Schulleiter Michael Saal machte zu Beginn deutlich, wie stark digitale Medien den Alltag junger Menschen prägen und dass Schule diese Entwicklung nicht allein auffangen kann. Angebote wie Medienscouts, Schulsozialarbeit und Kooperationen mit der Universität zu Köln seien wichtige Bausteine, müssten aber durch weitere Partner ergänzt werden.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 stellten anschließend Ergebnisse zu ihrem eigenen Medienverhalten vor. Sie zeigten, wie häufig Smartphones im Unterricht genutzt werden und welche Chancen digitale Werkzeuge gleichzeitig bieten können. In einem Ideencafé präsentierten Lehrkräfte, Medienscouts und externe Partner ihre Projekte und tauschten sich über Erfahrungen und Bedarfe aus.

In einem anschließenden Fachgespräch wurde diskutiert, welche Unterstützung Kinder und Jugendliche benötigen, um sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt unterwegs zu sein. Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Jugendarbeit und Wissenschaft betonten die Bedeutung von Aufklärung, klaren Regeln und langfristigen Strukturen. Einigkeit bestand darin, dass Verbote allein nicht ausreichen und dass Medienkompetenz nur im Zusammenspiel von Schule, Elternhaus und Gesellschaft vermittelt werden kann.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass das Projekt „Medienkompetenz für Bad Honnef“ einen wichtigen Beitrag zur digitalen Bildung leistet und durch die Zusammenarbeit verschiedener Partner nachhaltig wirken soll.

Impressionen vom Vormittag ..

 


(eb- J.Hausen)  Fotos:©Thomas Scheben

5.5.2026