Dragons Rhöndorf vs. SV Fellbach Flashers: 72:57 (19:20, 12:8, 14:19, 27:10)
Mit einer tadellosen kämpferischen Leistung fuhr Rhöndorf einen 72:57-Erfolg (31:28) über Fellbach ein. Die 420 Fans am Menzenberg waren von der Energie ihrer Dragons schlicht begeistert. Damit beendeten die Rheinländer die kleine Negativserie eindrucksvoll, mit rekordverdächtigem Score: Die Frage, ob in der Vergangenheit schon einmal ein Gegner bei 57 Punkten gehalten werden konnte ist zumindest fraglich.
Vor dem Start der Begegnung sah’s für die Dragons gegen die favorisierten Flashers gar nicht rosig aus. Justin Onyejiaka sowie Malik Idbihi mussten aufgrund von Sprunggelenksverletzungen pausieren. Dafür sprang der 17-jährige Marvin Nduche ins kalte Wasser und soviel sei schon verraten, er machte seine Sache gut.
Das erste Viertel lief aus Sicht beider Teams suboptimal. Fellbach sowie Rhöndorf ließen es an offensiven Rhythmus vermissen. Nur langsam kam das Spiel ins Rollen. Bei den Flashers war DMonte Brown praktisch Alleinunterhalter und erzielte 14 der 20 Punkte seines Teams im ersten Viertel. Rhöndorf blieb aber dran und gestaltete die Partie nach zehn Minuten ausgeglichen (19:20).
Auch im zweiten Spielanschnitt spannten beide Mannschaften ihre Fans auf die Folter. Will sagen, die Korbausbeute ging noch weiter in den Keller. Besonders von jenseits der Dreierlinie ging so gut wie nichts. Fellbach traf einen von zehn Versuchen, Rhöndorf gar nur einen von 15. Dafür wurde auf beiden Seiten in der Defensive hart geackert. Das Halbzeitergebnis von 31:28 war aber schon einmal ein Teilerfolg für die dezimierten Dragons.
Nach dem Seitenwechsel schnupperten die Hausherren mehr und mehr Morgenluft. Die Dominanz von DMonte Brown, mit 23 Punkten Topscorer der Begegnung, wurde durch ein gutes Kollektiv der Dragons weitestgehend eingeschränkt. Gift für die Gäste, zumal lediglich Jonathan Zeisberger (10 Pkt.) kontinuierlich scoren konnte. Mehr als zwei Punkte Vorsprung blieben den Flashers nach 30 Minuten nicht übrig (45:47).
Der Schlussabschnitt lief dann wie gemalt für die Rheinländer: Der eingangs erwähnte Marvin Nduche (7 Pkt./2-3er) durchbrach den „Dreierfluch“ und kassierte ein Extralob des Dragons-Coach: „Marvin hat in den letzten Wochen gut trainiert, ist heute eingesprungen, hat das Fehlen der anderen Jungs sehr gut kompensiert und dem Team enorm viel Energie gegeben.“ Aber auch seinen Big Man bescheinigte Max Becker einen „guten Job“. Daniel Mayr und Benjamin Sadikovic (16 Reb.!) beherrschten die Bretter nun deutlich, während Mychael Paulo (14 Pkt.), Sahmi Willoughby (8 Pkt.), Dusan ilic (8 Pkt.) sowie Carlo Schmid eine 12:0-Serie zementierten (35“/57:47). Als Kenan Reinhart (6 Pkt.) 1,54 Minuten vor dem Ende einen Steal landete und den Fastbreak erfolgreich abschloss, war die Begegnung endgültig entschieden (64:54). Für den krönenden Abschluss sorgte dann Benjamin Sadikovic per krachendem Alley-Oop-Dunk.
Max, wir haben uns heute schwergetan offensiven Rhythmus zu entwickeln. Was waren die Faktoren für den Sieg?
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf): Es ist wieder ein Tag gewesen, an dem unser Dreier nicht gefallen ist, zum dritten Mal in Folge. Heute haben wir aber den Weg gefunden trotzdem zu gewinnen. Dazu gehört zunächst ein großes Kämpferherz. Jeder hat sich auf die Bälle geworfen. Wir haben mit allem was wir haben verteidigt und gereboundet. Uns war klar, wenn wir unsere Pace durchziehen, dass wir einen Vorteil haben würden. Fellbach hatte eine lange Anreise, war im letzten Viertel müde und konnte nicht mehr mithalten. Ich glaube, dass hat am Ende den Unterschied ausgemacht.
Fellbachs Offensive ist stark von Dmonte Brown abhängig, den die Dragons nach der Pause immer besser in den Griff bekamen?
Im ersten Viertel war Dmonte Brown überragend und macht 14 Punkte seiner insgesamt 24 Punkte. Danach haben wir ihn als Team besser verteidigt. Einen Spieler seiner Klasse kannst du nicht durchgängig im Eins-gegen-Eins verteidigen. Sicherlich auch ein Schlüssel zum Sieg.
Der heutige Erfolg lässt Fans und Team der Dragons, nach den beiden Niederlagen, aufatmen …
Der Sieg tut nach der unnötigen Niederlage in Frankfurt sehr gut und ist enorm wichtig fürs Selbstvertrauen. Wir haben jetzt wieder eine Woche Zeit uns aufs nächste Spiel gegen Dresden vorzubereiten, was wir natürlich auch gewinnen möchten.
Rhöndorf: Schmid (10 Pkt.), Nduche (7/2-3er), Ilic (8/6 As.), Viehöfer (7/1), Paulo (14/1), Reinhart (6), Böning, Willoughby (8/2), Sadikovic (5/16 Reb.), Mayr (7/1)
Fellbach: Diala (5/1), Brown (23/1), Lavric, Zacek (6/2), Otakho (2/8 Reb.), Bieling, Edokpayi (4/9 Reb.), Gerlinger (2), Billinger (5/1), Zeisberger (10)
Rhöndorf / Fellbach: 2er 15/30 (50%) / 14/32 (44%), 3er 7/38 (18%) / 5/27 (19%), FG 22/68 (32%) / 19/59 (32%), FT 21/35 (60%) / 14/20 (70%), AS 18 / 8, REB 47 / 46, ST 11 / 8, TO 14 / 25, BS 5 / 3, PF 22 / 23
Einige Impressionen vom Spiel …
Quelle: Dragons Rhöndorf (kb) Fotos© Thomas Scheben
18.10.2026





















































































